Abgetrennte Hand angenäht

Leopold M. (60) aus Luftenberg hatte einem Nachbarn bei Holzarbeiten geholfen, war kurz unaufmerksam. Mann geriet mit seinem rechten Arm in rotierende Kreissäge, diese trennte die rechte Hand komplett ab.
Schreckliche Szenen spielten sich am Dienstag gegen 10 Uhr in Luftenberg ab: Leopold M. (60) hatte eben mit seinem Nachbarn Holz geschnitten, als ihm die laufende Kreissäge plötzlich die rechte Hand auf Höhe des Gelenks komplett vom Unterarm abtrennte.

Was dann passierte, grenzt an ein Wunder: Ersthelfer und Notarzt versorgten das blutende Opfer optimal, packten die Hand in Eiswasser und brachten den Mann mit dem NEF3 ins Linzer AKh. Dort gelang es einem siebenköpfigen Ärzteteam unter der Leitung von Unfall- und Mikrochirurg Manfred Behawy (39) und Assistenzarzt Stefan Froschauer (30) in einer elfstündigen Marathon-Operation, die abgetrennte Hand wieder anzunähen.

Die Rettungskette war perfekt und der Patient in sehr guter Verfassung, sagt Oberarzt Behawy, sonst wäre diese Leistung nicht möglich gewesen. Leopold M. könne seine Finger sogar schon ein wenig bewegen, entscheidend seien nun die kommenden drei, vier Tage! Schwierigkeit bei der OP: Knochen mussten zusammengefügt, Nerven, Sehnen und Blutgefäße unter dem Mikroskop wiederhergestellt werden.

Gerald Winterleitner
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