Oberösterreich

Abgetrennte Hand in achtstündiger OP gerettet

Nach einem Unfall mussten zwei Top-Chirurgen des Kepler-Klinikums in Linz acht Stunden operieren, um die Hand eines Arbeiters zu retten. 
21.06.2020, 12:54

Am Abend des 16. Juni war der polnische Arbeiter Mateusz W. (35) nach einem schweren Unfall mit dem Rettungshubschrauber ins Kelpler-Klinikum nach Linz geflogen worden. Er hatte sich kurz zuvor auf einer Baustelle in Klam (Bez. Perg) mit einem Winkelschleifer oberhalb des Handgelenks in den linken Unterarm geschnitten.

Die beiden Mikrochirurgen Oberarzt Andreas Kastner und Assistenzarzt Michael Pollak machten sich mit ihrem Team sofort an die Arbeit. Blutgefäße, Nerven, Muskeln, Sehnen – all das wurde bei dem Unfall laut den Ärzten durchtrennt. 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der Patient ist wohlauf und ließ sich mit seinen beiden Rettern im Spital auch schon fotografieren. Die Ärzte zeigten sich mit dem Verlauf der Operation zufrieden. Die Hand sei gut durchblutet, heißt es. Ob und wie der Mann die Hand künftig wieder verwenden kann, wird sich aber erst in den kommenden Wochen und Monaten zeigen.

Die aufwendige Operation dauerte bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages an. Unter dem Mikroskop galt es für die Mediziner herauszufinden, welche Gefäße zusammengehören und die Enden mussten wieder verbunden werden. Es dauerte insgesamt acht Stunden, ehe elf durchtrennte Sehnen, zwei Hauptblutgefäße und zwei Hauptnerven wieder zusammengefügt waren.

Mehr zum Thema