Volle Gage trotz WM-Aus wegen Einreise-Verbot – der somalische Schiedsrichter Omar Artan soll von der FIFA seine komplette Prämie für das Weltevent in den USA, Mexiko und Kanada erhalten. Wie die BBC berichtete, entschied sich der Fußball-Weltverband dazu, obwohl der 34-Jährige nach verweigerter Einreise in die USA kein Spiel pfeifen kann.
Wie hoch seine Prämie ausfällt, ist noch nicht klar. Die Referees werden nach dem Ende des Turniers bezahlt, das für Artan unter keinem guten Stern stand. Afrikas Schiedsrichter des Jahres 2025 war am Flughafen von Miami von US-Behörden abgewiesen worden. Im Gespräch mit der New York Times betonte der Somalier, "die richtigen Unterlagen und alles" gehabt zu haben.
Ein Vertreter des US-Außenministeriums teilte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit, Artan stehe "mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung", weshalb er "für die Einreise in die Vereinigten Staaten nicht zugelassen" sei.
Mittlerweile kündigte die Europäische Fußball-Union an, ihn beim UEFA Super Cup einzusetzen. Artan soll am 12. August in Salzburg die Partie zwischen Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Europa-League-Champion Aston Villa leiten.