Abos: Zeitung Österreich verliert gegen den VKI

VKI hatte Erfolg mit einer Klage gegen "Österreich" (nicht rechtskräftig)
VKI hatte Erfolg mit einer Klage gegen "Österreich" (nicht rechtskräftig)Bild: Screenshot

"Österreich" verschickte unaufgefordert Magazine, Kunden mussten diese "Testabos" aktiv wieder abbestellen. Konsumentenschützer klagten mit Erfolg.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat ein Unterlassungsurteil gegen die Mediengruppe Österreich wegen aggressiver Geschäftspraktiken erreicht. "Österreich" hatte an Abonnenten unaufgefordert Magazine verschickt. Dann informierte man sie, dass es sich um ein Testabo handle, das aktiv abzubestellen sei.

Wer das Abo bzw. den höheren Abopreis nicht wollte, sollte die Magazine per Fax, E-Mail oder Anruf bei der Abo-Hotline abbestellen, schrieb der Verlag seinen Kunden. Der Verein für Konsumenteninformation klagte auf Unterlassung aggressiver Geschäftspraktiken – unverlangte Warenzusendungen sind nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb ausdrücklich verboten. Die Tatsache, dass jemand die Zeitung abonniert, bedeutet nicht, dass er damit veranlasst, dass ihm zusätzlich noch Zeitschriften geschickt werden, so das Wiener Handelsgericht.

Das Handelsgericht (HG) Wien sah in der Praktik der Mediengruppe eine verbotene unverlangte Warenzusendung und gab dem Kläger Recht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

(red)

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