Eine afghanische Frau mit 2 Kindern lebt seit 22 Monaten im Weinviertel, soll nach Kroatien abgeschoben werden. Alle rechtlichen Instanzen sind ausgeschöpft.
Eine Bekannte der Familie aus Mistelbach will die drohende Abschiebung nicht einfach so hinnehmen: "Diese kleine Familie gehört einer ethnischen Minderheit, Hazara, an. Diese Minderheit wird in Afghanistan gejagt. Die Frau und beide Kinder sind bestens integriert, die Kids gehen hier zur Schule. Warum werden anständige Flüchtlinge abgeschoben und straffällige Flüchtlinge dürfen bleiben?", sagt und fragt Ute G.
Trotz einiger psychiatrischer Gutachten (die Afghanin soll selbstmordgefährdet sein) hat die afghanische Familie kein Recht in Österreich zu bleiben, der erste Abschiebeversuch am 17. August 2017 wurde wegen eines Nervenzusammenbruches der Mutter gestoppt.
Wie berichtet war es erst vor Tagen in OÖ zu einem Abschiebe-Krimi gekommen, die Familie durfte - nach einem Aufschrei und Medienberichten – dann plötzlich doch bleiben.
Ute G. hofft abschließend: "Alle rechtlich möglichen Instanzen wurden ausgeschöpft. Es muss eine humanitäre Lösung gefunden werden! Denn: Als Frau alleine hat sie keine Chance auf ein normales Leben. Eine Frau darf in Afghanistan nicht arbeiten. Sie ist nicht nur in Kroatien, sondern auch in Afghanistan Vergewaltigungen ausgesetzt."
(Lie)