Mit ihrer Sitzblockade wollten die Demonstranten eine für Dienstag geplante Abschiebung nach Afghanistan stoppen, was laut Infos vor Ort nicht gelungen sein dürfte. Sie fordern zudem einen kompletten Stopp von Rückführungen in das Kriegsland, da die Sicherheitslage dort nicht zumutbar sei und die Betroffenen Folter und Tod zu fürchten hätten.
Parallel zur Sitzblockade fand ab 15 Uhr auch eine angemeldete Demonstration vor der Kaserne statt. Da die Aktivisten die Fahrbahn nicht von sich aus wieder freimachen wollten, rückten Kräfte von WEGA und Einsatzeinheit ein und räumten die Blockade. Zwei Aktivisten, die sich an einem Baum und Lichtmast angeseilt hatten, wurden von der Spezialeinheit geborgen. Die Teilnehmer der nicht genehmigten Aktion müssen mit Anzeigen rechnen.
"Insgesamt waren 23 Personen an der Demonstration beteiligt, 21 von ihnen mussten von der Fahrbahn getragen werden, leisteten aber keinen Widerstand", heißt es von der Pressestelle der Wiener Polizei. Festnahmen wurden nicht ausgesprochen.