Abschiebung: Mann biss und trat vier Polizisten

Der Marokkaner (re.) musste sich in Korneuburg vor Richter Bodner (li.) verantworten.
Der Marokkaner (re.) musste sich in Korneuburg vor Richter Bodner (li.) verantworten.Bild: Daniel Schreiner, phm
Bei seiner Abschiebung zuckte ein Marokkaner (25) im Flugzeug aus, schlug auf vier Polizisten ein, jetzt musste er dafür in Korneuburg vor Gericht.
Zweimal strafgerichtlich verurteilt, davon einmal fälschlicherweise zu einer milden Strafe für junge Erwachsene (er hatte sich als 19-Jähriger ausgegeben), war ein Marokkaner (25) wieder beim Dealen erwischt worden und musste fünf Monate hinter Gitter.

Nach der Haftstrafe sollte er in seine Heimat abgeschoben werden, wurde von Beamten aus Kärnten zum Flughafen Schwechat gebracht. Kaum am Sitzplatz, zuckte er aus, schlug auf die Exekutivbeamten ein - vier Beamte bekamen im Flugzeug den Zorn des 25-Jährigen zu spüren. Einen Polizisten wollte er in den Unterarm beißen.

Jetzt musste der Asylwerber erneut auf die Anklagebank, diesmal in Korneuburg. Vor Richter Martin Bodner gestand er die Tritte, das Beißen leugnete er. Der Nordafrikaner meinte beim Prozess immer und immer wieder: "Wenn ich abgeschoben werde, bringt mich mein Bruder um. Er ist psychisch krank." Der Richter verdonnerte den 25-Jährigen zu einem Jahr Haft (nicht rechtskräftig). (Lie)

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