Ein Sieg aus den letzten sieben Bundesliga-Spielen – Ried wirft Trainer Robert Ibertsberger raus! Die Oberösterreicher trennen sich am Dienstag von ihrem Chefcoach, reagieren somit auf den Negativlauf, durch den die "Wikinger" unerwartet im Abstiegskampf involviert sind.
Fünf Runden vor Saisonende haben die Rieder in der Qualifikationsgruppe nur vier Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Hartberg.
Christian Heinle, der schon im Herbst nach dem Rauswurf von Andreas Heraf als Interimstrainer im Einsatz war, ist neuer Cheftrainer.
Brisant: In der Liga ist Ried zwar in Bedrängnis geraten, im Cup feierte der Klub aber durch den Einzug ins Cupfinale einen großen Erfolg. Am 1. Mai steigt das Endspiel gegen Red Bull Salzburg. Ohne Ibertsberger.
Ibertsberger über seinen Rauswurf: "Es war für mich sehr überraschend und unvorhersehbar. Mir hat die Arbeit im Verein und mit den Spielern viel Spaß gemacht. Wir haben gemeinsam das Cupfinale erreicht und ich war überzeugt, dass wir die Liga halten und dann Zeit für die nächsten Schritte hätten. Das ist jetzt leider für mich nicht mehr möglich."
Klub-Boss Roland Daxl: "Wir befinden uns in einer sehr heiklen Situation. Das Ligaformat mit der Punkteteilung macht es schwierig, auf bereits erarbeitete Erfolge aufzubauen und etwas mehr Ruhe und Zeit für Entwicklungen zu haben. Die aktuelle Tabellensituation und die Umstände dahinter sind die Auslöser für diese harte Entscheidung."
Daxl weiter: "Der Mensch und Trainer Robert Ibertsberger hat immer 100 Prozent für den Verein gegeben. Dennoch sind wir nach der Halbzeitanalyse der Qualifikationsgruppe gemeinsam zum Entschluss gekommen, dass wir in der jetzigen Situation eine Veränderung brauchen."
Thomas Reifeltshammer, sportlicher Leiter von Ried: "Natürlich müssen auch wir uns als Verein reflektieren, um in Zukunft wieder mehr Kontinuität auf der Trainerposition zu bekommen. Mit Christian Heinle haben wir einen jungen, interessanten Trainer in unseren eigenen Reihen, der sich bereits im Herbst als Cheftrainer bewiesen hat. Mit ihm gehen wir nun unseren Weg, unabhängig davon was in den nächsten Wochen und Monaten geschieht."
Die Entlassung erfolgt drei Tage nach der 2:3-Niederlage gegen die WSG Tirol, die das Spiel als unterlegene Mannschaft nach Rückstand in letzter Minute drehte. Ibertsberger war nur elf Ligaspiele im Amt, weist einen Punkteschnitt von 1,36 auf.