Absturz als gefährlicher Funke in der Koreakrise

Bild: Kim Hong-Ji / Reuters
Ein US-Kampfhubschrauber ist am Dienstag während eines Militärmanövers nahe der Grenze zu Nordkorea abgestürzt. Kurz zuvor drohte die nordkoreanische Armee Südkorea für den Fall provokanter Aktionen mit einem militärischen Angriff "ohne Vorwarnung".
abgestürzt. Kurz zuvor drohte die nordkoreanische Armee Südkorea für den Fall provokanter Aktionen mit einem militärischen Angriff "ohne Vorwarnung".

Der Absturz ereignete sich auf südkoreanischem Gebiet im Bezirk Cheolwon, wie ein Vertreter des Verteidigungsministeriums in Seoul mitteilte. Die Ursache sei noch unklar. Ein US-Militärvertreter sagte, der Helikopter vom Typ CH-53, der neben drei Besatzungsmitgliedern 13 weitere Soldaten transportierte, habe eine "harte Landung" gehabt. Angaben über Opfer lagen nicht vor.

Die Nachrichtenagentur Yonhap hatte zuvor berichtet, es habe sich um einen Helikopter vom Typ UH-60 Black Hawk mit zwölf Insassen gehandelt. Der Vorfall ereignete sich in einer Zeit erhöhter Spannungen zwischen Nord- und Südkorea. Die Regierung in Pjöngjang hat das gemeinsame Militärmanöver Südkoreas und der USA als Übung für eine Invasion bezeichnet und im Fall eines Angriffs mit Vergeltung gedroht. In Südkorea sind dauerhaft 28.500 US-Soldaten stationiert.

"Alle kochen vor Zorn"

Die nordkoreanische Armee droht Südkorea für den Fall provokanter Aktionen mit einem militärischen Angriff "ohne Vorwarnung". Nachdem Demonstranten in Seoul zum 101. Geburtstag Kim Il-sungs am Montag Porträts des verstorbenen nordkoreanischen Staatsgründers verbrannt hätten, setze Pjöngjang dem südlichen Nachbarn ein entsprechendes "Ultimatum", meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

Weiter hieß es: "Alle Staatsdiener und das Volk der Demokratischen Volksrepublik Nordkorea kochen vor Zorn über diesen monströsen, kriminellen Akt." Der alljährliche Geburtstag des tief verehrten Staatsgründers wird in Nordkorea als sogenannter Tag der Sonne zelebriert. Aktueller Machthaber in Pjöngjang ist Kims Enkel Kim Jong-un. Seine Führung hatte Südkorea und den USA zuletzt mehrfach mit Angriffen gedroht.
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