Ärzte im Linzer Allgemeinen Krankenhaus (AKh) kämpfen derzeit rund um die Uhr um das Leben eines Kleinkindes: Katharina D. (2) war Montagfrüh in Asten (Bez. Linz-Land) im Elternschlafzimmer aufs Nachtkasterl geklettert, gelangte so zum offenen Fenster - und stürzte vier Meter in die Tiefe. Der Zustand des Mäderls ist kritisch!
Was für ein furchtbares Unglück: Die Mutter ließ Montagfrüh ihre zweijährige Tochter Katharina D. nach dem Aufstehen noch im Elternbett liegen - so wie es auch an anderen Tagen üblich war. Der Vater der Kleinen war längst aus dem Haus, als die Mama nur ganz kurz den Raum verließ.
Sie hat geglaubt, dass die Kleine schläft, weiß ein Ennser Polizist. Doch dem war nicht so: Katharina stieg um sieben Uhr früh über das Bett aufs Nachtkasterl, gelangte so aufs Fensterbrett. Fatal: Zum Lüften hatte die Mutter das Fenster aufgemacht!
Die Kleine kletterte herum, verlor plötzlich das Gleichgewicht, stürzte ab. Als die Mutter nur wenige Augenblicke später ins Schlafzimmer zurückkam, fehlte von Katharina jede Spur. Als sie dann aus dem Fenster sah, der Schock: Das Mäderl lag bewusstlos in der geschotterten Einfahrt, war nach dem Vier-Meter-Absturz nicht mehr ansprechbar!
Zustand des Kindes ist kritisch, aber stabil
Das sofort alarmierte Team des ÖAMTC-Notarzthubschraubers Christophorus 10 landete direkt vor der neu errichteten Reihenhausanlage, brachte das schwer verletzte Kind ins AKh.
Dort kümmern sich Ärzte seither rund um die Uhr um die kleine Patientin. Anästhesie-Primar Hans Gombotz sagt zu Heute: Das Kind hat einen Schädelbruch erlitten. Obwohl der Zustand stabil ist, besteht nach wie vor akute Lebensgefahr!
Dramatisch auch ein ähnlicher Zwischenfall in Engelhartszell (Bezirk Schärding): Dort war ein Jugendlicher (13) im Pflege- und Betreuungsheim der Caritas seinen Betreuern entkommen und aufs Dach der Anstalt geklettert.
Der Bursch geriet ins Taumeln und stürzte sieben Meter in die Tiefe - ebenfalls Lebensgefahr!
Robert Loy