Schlechte Nachrichten für Urlauber in Kroatien: In der beliebten Küstengemeinde Medulin wurde ein Badeverbot verhängt. Grund dafür ist ein geplatztes Abwasserrohr, durch das ungeklärte Abwässer direkt ins Meer gelangen.
Betroffen sind die beliebten Strände Bumbište und Ćentinera. Dort warnen derzeit rote Flaggen Einheimische und Touristen davor, ins Wasser zu gehen.
Auslöser der Sperre ist ein beschädigtes Rohr am Abwasserauslass von Bumbište. Dadurch fließt derzeit ungeklärtes Abwasser ins Meer. Die Gemeinde reagierte umgehend und verhängte aus Sicherheitsgründen ein striktes Badeverbot.
Die Sperre betrifft den Bereich rund um den Abfluss der Kläranlage ins offene Meer. Erst wenn das Leck vollständig behoben ist und mehrere Wasserproben bestätigen, dass keine Gesundheitsgefahr mehr besteht, soll das Badeverbot wieder aufgehoben werden. Die Behörden wollen die Öffentlichkeit laufend über den Stand der Arbeiten informieren.
"Heute"-Leserreporter befinden sich derzeit in Medulin und berichten, dass die Situation vor Ort auf den ersten Blick überraschend wirkt.
"Die Strände sind leer, das Wasser sieht kristallklar aus", schildern sie. Trotz des sauberen Eindrucks nehmen die Behörden die Situation sehr ernst. Mitarbeiter entnehmen laufend Wasserproben und kontrollieren die Wasserqualität sorgfältig.
Für Urlauber gibt es allerdings auch eine gute Nachricht: Aufgrund der vielen Buchten und Halbinseln rund um Medulin stehen nur wenige Kilometer entfernt zahlreiche alternative Badestrände zur Verfügung, die von der Sperre nicht betroffen sind. Wer seinen Badetag nicht ausfallen lassen möchte, kann daher problemlos auf andere Strände in der Umgebung ausweichen.