"ACAB" und 5 verletzte Polizisten bei Beisl-Randalen

Feierwütige hielten die Grazer Polizei in Atem (Symbolbild)
Feierwütige hielten die Grazer Polizei in Atem (Symbolbild)ERWIN SCHERIAU / APA / picturedesk.com
Kurzzeitig mussten alle verfügbaren Polizeistreifen zu Randalen bei Grazer Lokalen gerufen werden. Es gab einige Festnahmen und Verletzte Polizisten.

Unabhängig voneinander kam es in der Nacht auf Sonntag zu zwei Randalen vor Lokalen in der Grazer Innenstadt. Bei diesen waren jeweils 30 bis 100 Menschen und alle verfügbaren Polizeistreifen beteiligt, es gab mehrere Festnahmen und Verletzte. Eine größere Eskalation konnte aber verhindert werden. 

Erster Akt, 1.15 Uhr, Graz-Gries

Es begann um 1.15 Uhr, als eine Polizeistreife wegen eines Diebstahls zu einem Lokal in Graz-Gries beordert wurde. Bei der Ankunft trafen die Beamten auf ungefähr 30 Personen, die eine auffallend feindselige Stimmung an den Tag legten. Weil es zu mehreren Rufen von polizeifeindlichen Slogans aus der Menge kam, wurde schließlich eine zweite Streife hinzugzogen.

So wurde schließlich eine Person angehalten, die mehrmals lautstark "ACAB" in Richtung der Beamten gerufen haben soll. Dabei mischte sich ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Graz-Umgebung ein und verhielt sich derart aggressiv, dass er festgenommen wurde. Dabei wurde ein Polizist leicht verletzt, er konnte seinen Dienst aber fortsetzen. Auch der 20-Jährige erlitt Abschürfungen.

Am Rande nahm eine 21-Jährige aus Graz an der Auseinandersetzung teil, verhielt sich ebenfalls aggressiv und weigerte sich, ihre Personalien bekannt zu geben. Auch sie wurde festgenommen, reagierte darauf mit Beißen und Kratzen, verletzte dadurch einen Beamten und gab im Anschluss an, selbst Schmerzen durch die Festnahme erlitten zu haben.

Zweiter Akt, 5.15 Uhr, Graz-Jakomini

Es blieb nun mehrere Stunden ruhig, als im Morgengrauen, gegen 5.15 Uhr, die Polizei in ein Lokal im angrenzenden Bezirk Jakomini gerufen wurde. Mehrere Personen sollen dort randaliert, Gläser zerbrochen und nach dem Rausschmiss die Securitys mit diesen beworfen haben. Als die drei Polizeistreifen eintrafen, staunten diese über eine Menschenmenge von circa 100 Personen vor dem Lokal.

Noch während der Sachverhaltsaufnahme und Gesprächen mit den Angestellten kam es durch etwa 40 bis 50 Personen zu laufenden Ausschreitungen, ständiger Störungen und aggressivem Verhalten gegenüber den Polizisten. Teilweise wurde in kleinen, geschlossenen Gruppen gezielt gegen die Polizisten vorgegangen. Alle verfügbaren Polizeistreifen mussten zur Unterstützung angefordert werden, um eine Eskalation und Angriffe auf Polizisten zu verhindern. Es musste mehrfach der Waffengebrauch mittels Pfefferspray angedroht werden. Insgesamt waren schließlich 30 Polizisten im Einsatz.

Drei weitere Festnahmen

Ein Verdächtiger, ein 21-jähriger Dominikaner aus Klagenfurt, sollte zur Einvernahme auf eine Polizeiinspektion gebracht werden. Weil er randalierte, gegen ein Dienstfahrzeug trat und schlug, sodass dieses beschädigt wurde, musste der Mann festgenommen werden. Er versuchte sich in weiterer Folge der Festnahme zu widersetzen und verletzte dabei einen Polizeibeamten.

Ein 25-jähriger Dominikaner aus Klagenfurt versuchte gezielt durch Schläge und Stöße gegen die einschreitenden Polizisten, diese an der rechtmäßen Amtshandlung zu hindern und musste ebenfalls festgenommen werden. Dabei wurden der Verdächtige und ein Polizeibeamter leicht verletzt.

Eine 21-jährige Dominikanerin aus Graz wurde gegenüber den einschreitenden Polizisten aggressiv, beleidigte diese und versuchte einer Beamtin mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Bei der Festnahme verletzte sie eine Polizistin durch Kratzer am Oberarm. Auch die Festgenommene behauptete Verletzungen.

Es dauerte ungefähr eine Stunde, bis es den Polizisten durch umsichtiges und entschlossenes Einschreiten gelang, die Lage zu beruhigen und die anwesenden Personen auseinander gingen.

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