Seit 2022 in russischer Hand

Acht Tote bei Angriff auf besetzte Stadt in Ostukraine

Bei einem ukrainischen Angriff auf die von Russland besetzte Stadt Lyssytschansk sind mindestens acht Menschen getötet worden. 

20 Minuten
Acht Tote bei Angriff auf besetzte Stadt in Ostukraine
Das zerstörte Gebäude in Lyssytschansk: Russland beschuldigt die Ukraine, eine Bäckerei bombardiert zu haben.
Screenshot X/ 20 Minuten

Beim Beschuss der von russischen Truppen besetzten ostukrainischen Stadt Lyssytschansk sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens acht Menschen getötet worden. Weitere zehn wurden verletzt. "Die ukrainischen Streitkräfte haben eine Bäckerei in Lyssytschansk beschossen, unter den Trümmern befinden sich Zivilisten", schrieb der Chef der von Russland annektierten Region Luhansk, Leonid Passetschnik, am Samstag auf seinem Telegram-Kanal. Er warf der Ukraine vor, wegen fehlender Erfolge an der Front die Zivilbevölkerung zu attackieren. Nach Behördenangaben wurde die Stadt mit Raketenartillerie vom Typ Himars beschossen.

Die Angaben zur möglichen Zahl der Verschütteten schwankt. Passetschnik sprach von bis zu 40 Menschen, die unter dem eingestürzten zweistöckigen Gebäude liegen könnten. Der örtliche Zivilschutz teilte am Abend lediglich mit, dass bisher etwa zehn Personen unter den Trümmern entdeckt worden seien – darunter auch Tote. Die Ukraine hat den Angriff bislang nicht kommentiert. Die russischen Angaben waren unabhängig nicht zu überprüfen.

Seit 2022 besetzt

Lyssytschansk war vor dem Krieg eine Großstadt mit etwa 100.000 Einwohnern. Im Sommer 2022 wurde sie nach schweren Kämpfen von russischen Truppen eingenommen. Die Einwohnerzahl soll damals unter 10.000 gelegen haben.

Bis Herbst 2023 ist diese Zahl nach offiziellen russischen Angaben auf 37'000 gestiegen. Die Stadt, die zusammen mit dem benachbarten Sjewjerodonezk einen industriell geprägten Ballungsraum im Nordosten der Ukraine bildete, ist weiter stark vom Krieg geprägt. Lyssytschansk liegt nur etwa zehn Kilometer von der Frontlinie entfernt.

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