Achtjährige rodelt mit ihrer Mutter in den Tod

Im Südtirol ist eine Achtjährige bei einem Rodelunfall getötet worden. Sie und ihre Mutter waren auf einer schwarzen Piste gegen einen Baum gerast.
Am 4. Januar kam es in Südtirol zu einem tragischen Schlittenunfall: Die Achtjährige war am Rittner Horn (Corno del Renon) gemeinsam mit ihrer Mutter (38) aus Versehen auf eine Schwarze Piste geraten – ein Fehler, den das Mädchen mit dem Leben bezahlte.

Die beiden hatten eigentlich die vorgeschriebene Rodelpiste angepeilt, doch den Ausstieg an der Mittelstation der Seilbahn zur Schwarzseespitze verpasst. Oben angekommen, beschlossen sie, mit ihrem Schlitten abzufahren. Ein Warnschild, das darauf hinweist, dass auf der Schwarz markierten Piste das Rodeln verboten ist, existiert zwar, jedoch nur auf Deutsch. Daneben verweist ein kleines Piktogramm auf das Verbot.

Mutter im Koma

Der Schlitten der beiden wurde immer schneller. Bremsversuche misslangen, Mutter und Tochter prallten am Pistenrand gegen einen Baum. Das Mädchen starb noch auf der Unfallstelle. Seine Mutter wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht; sie liegt seither im Koma, weiß nichts über den Verlust ihres Kindes.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Zurzeit untersucht die Staatsanwaltschaft den Vorfall. Weshalb die Warnung nur in einer Sprache aufgeführt war, ist Gegenstand der Ermittlungen. Deutsch und Italienisch sind gleichberechtigte Amtssprachen in der Provinz Bozen-Südtirol. Sowohl gegen den Betreiber der Anlage als auch gegen die Mutter selbst wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.

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(red)

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