"Achtung" – Polizei warnt vor Verbrechenswelle

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht. Symbolbild.
Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht. Symbolbild.JFK / EXPA / picturedesk.com
Einbrüche in Keller haben laut Polizei derzeit Hochkonjunktur. Der Fokus der Diebe liegt auf Fahrräder. Mit diesen Tipps kannst du dich schützen.

Die meisten Menschen verstauen in ihren Kellerabteilen das, wofür in der Wohnung oder im Wohnhaus kein ausreichender Platz vorhanden ist. Fahrräder, Werkzeug und andere Habseligkeiten werden oftmals im Keller gelagert. Doch in vielen Wohnhausanlagen sind diese Gegenstände im Keller nicht ausreichend geschützt!

Das Bundeskriminalamt warnt deshalb nun davor, dass Diebe durch das Aufbrechen von Vorhangschlössern oder das Aufzwängen von Alugittern schnell in die Abteile kommen können. Fahrrad und Co. sind dann plötzlich weg. Nur selten sieht der Besitzer das Diebesgut wieder, wenn es etwa auf diversen Internetplattformen zum Verkauf angeboten wird oder im Sortiment von Gebrauchtwarenhändlern auftaucht.

Anstieg der Einbruchsdiebstähle in Keller

Seit 2013 bewegt sich laut polizeilicher Kriminalstatistik der jährlich protokollierte Gesamtschaden in Österreich zwischen acht und zehn Millionen Euro. Der Anteil an der gesamten Diebstahlskriminalität lag zwischen 2013 und 2019 bei rund fünf Prozent.

2020 konnte ein sprunghafter Anstieg auf acht Prozent beobachtet werden.

"Während Delikte, wie Taschen- oder Ladendiebstähle sowie Einbruchsdiebstähle in Wohnungen oder Wohnhäuser aufgrund der Corona-Pandemie und der gesetzlichen Einschränkungen, wie der Reisefreiheit, zurückgingen und auf ein historisches Tief gesunken sind, bleiben die Fallzahlen bei Einbruchsdiebstählen in Kellerräume auf einem hohen Niveau", so das Bundeskriminalamt.

Polizei greift durch

Die Polizei will nun etwa mit Schwerpunktaktionen gegen den Einbruchsdiebstahl in Kellerabteile effektiv vorgehen. Ebenso wird eine regelmäßige Bestreifung regional bekannter und gefährdeter Wohnhausanlagen angekündigt und Fahrradhändler verstärkt kontrolliert.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, haben die Verbrechensbekämpfer einige Tipps veröffentlicht. Das sind sie: 

Schutzmaßnahmen für das Fahrrad

Wenn du Fahrräder über den Winter einlagerst, dann bewahre leicht demontierbare Teile, wie das Vorderrad oder den Sattel an einem anderen Ort auf. Selbiges gilt auch für den Akku und das Ladegerät eines E-Bikes. Das macht ein Fahrrad für einen Dieb, der es schnell zu Geld machen will, unattraktiv.

Kellerabteile sind in den meisten Fällen kein sicherer Aufbewahrungsort. Symbolbild
Kellerabteile sind in den meisten Fällen kein sicherer Aufbewahrungsort. SymbolbildTRAX / Action Press / picturedesk.com

Allgemeine Präventionstipps

Das Kellerabteil sollte blickdicht gestaltet und immer abgesperrt sein. Lagere im Keller keine wertvollen Gegenstände und verwende für dein Fahrrad nach Möglichkeit den Fahrradabstellraum. Dieses solltest du zudem immer mit einem hochwertigen Schloss an einem fixen Gegenstand versperren.

Fülle einen Fahrradpass für jedes einzelne Fahrrad aus und verwahre ihn gut. Durch die genaue Beschreibung können gestohlene Fahrräder schneller identifiziert und dem Besitzer dadurch rascher zugeordnet werden.

Wenn du verdächtige Personen wahrnimmst, die zu Fuß oder in Fahrzeugen die Wohngegend auskundschaften, melde dies umgehend der Polizei.

Im Anlassfall

Stellest du einen Einbruch oder Einbruchsversuch in dein Kellerabteil fest, verständige sofort die Polizei unter 133. Solltest du noch einen flüchtenden Täter wahrnehmen, versuche ihn nicht an der Flucht zu hindern, sondern merke dir Aussehen, Kleidung und Fluchtrichtung.

Beim Diebstahl deines Fahrrades: Halte deinen Fahrradpass für die Anzeige bei der Polizei bereit.

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