Wer im Citysplash in St. Pölten in den vergangenen Wochen vor dem Sprung ins Becken duschen wollte, hatte Pech. Aus den Duschen tropfte das Wasser zuletzt nur noch heraus, schließlich mussten sie überhaupt deaktiviert werden. Jetzt gibt es für die Badegäste gute Nachrichten: Seit Donnerstag funktionieren die Duschen wieder wie gewohnt, das berichtet der ORF.
Auslöser der Probleme war ein technischer Defekt an der Brunnenpumpe. Sie versorgt den gesamten Außenbereich des Freibads mit Wasser. Betroffen waren also Schwimmbecken, WC-Anlagen, Duschen und auch die Bewässerung der Liegewiesen.
Zwar kann die Wasserversorgung im Ernstfall auf das Ortswassernetz umgestellt werden, doch diese Leitung reichte laut Magistrat für den aktuell enorm hohen Wasserbedarf nicht aus. Deshalb mussten die Duschen außer Betrieb genommen werden.
Die Reparatur verlief schwieriger als erwartet. Die defekte Brunnenpumpe war nicht mehr zu retten, Ersatzteile waren laut Magistrat nicht lieferbar. Deshalb musste bereits im Mai eine komplett neue Pumpe bestellt werden.
Geliefert wurde sie allerdings erst im Juni. Weil das ursprünglich gewünschte Modell nicht verfügbar war, musste auf eine andere Pumpe ausgewichen werden. Diese war laut Fachunternehmen zu leistungsstark und musste zusätzlich mit einem Stromrichter geregelt werden.
Doch auch danach war die Pannenserie noch nicht vorbei. Bei der Inbetriebnahme Anfang Juli ging auch noch ein Druckschalter kaputt. Erst nachdem dieses Ersatzteil am Donnerstag geliefert und sofort eingebaut worden war, konnte die Anlage vollständig in Betrieb genommen werden, so der ORF.
Der Defekt hatte nicht nur Auswirkungen auf die Duschen. Weil auch die Rasenbewässerung ausfiel, wurden die Liegewiesen während der niederschlagsarmen Wochen immer trockener.
"Der Rasen ist auf den unbeschatteten Flächen sehr trocken - so wie das viele aktuell auch in den eigenen Gärten erleben", erklärt der Magistrat. Man bemühe sich um Verbesserungen.
Trotz der Probleme blieb der Ansturm auf das Freibad ungebrochen. Laut Stadt waren die Besucherzahlen wegen der Hitze weiterhin sehr hoch, ein Rückgang sei nicht festgestellt worden.
Der Magistrat bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten. Der Ausfall habe auch für die Bäderverwaltung während der Hitzeperiode einen enormen zusätzlichen Aufwand verursacht. Seit Donnerstag stehen die Duschen den Badegästen aber wieder uneingeschränkt zur Verfügung.