Ärger in der Formel 1: Trickste Ferrari beim Test?

Ferrari verwendete bei den Reifentests für Pirelli zwei Unterböden.
Ferrari verwendete bei den Reifentests für Pirelli zwei Unterböden.Imago Images
Rund um das Rennwochenende von Miami gehen in der Formel 1 die Wogen hoch. Ferrari wird eine Test-Trickserei vorgeworfen. 

Nach dem Großen Preis der Emilia Romagna vor zwei Wochen sind drei Rennställe in Imola geblieben, um für Reifenhersteller Pirelli Testfahrten durchzuführen. Dabei handelte es sich um Ferrari, Alpha Tauri und Alfa Romeo. Derartige Tests kommen immer wieder vor. Seither erhitzten sich allerdings die Gemüter. Denn der Scuderia wurde vorgeworfen, beim Unterboden getrickst zu haben. 

Carlos Sainz soll in seinem Einsatz im Nachmittagstest einen anderen Unterboden als Charles Leclerc am Vormittag verwendet haben. Deshalb sollen übereinstimmenden Medienberichten zufolge zumindest zwei Teams die FIA eingeschaltet haben, um die Korrektheit der Testfahrten zu erfragen. Schließlich sollen die Reifen für die kommende Saison und nicht neue Teile der Teams erprobt werden. 

Offenbar keine Strafe

In Miami entschied der Motorsport-Weltverband allerdings, dass Ferrari keine Konsequenzen zu befürchten hat. Denn Ferrari erklärte, der Wechsel soll nach einem Schaden am Unterboden erforderlich gewesen sein. Darüber hinaus habe es sich entgegen erster Meldungen nicht um einen neuen Unterboden, sondern um ein bereits verwendetes Teil gehandelt haben. Eine Stellungnahme gab es allerdings weder von der FIA, noch vom italienischen Rennstall. 

Bei Unterböden wird in der Formel 1 in der laufenden Saison genau hingeschaut. Denn durch die Rückkehr des Ground Effekts ist der Unterboden für einen Großteil des Abtriebs verantwortlich. Nur über Verbesserungen des Unterbodens können in der laufenden Saison noch Weiterentwicklungen erzielt werden. 

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