Wirtschaft

Ärger um Bankomatkassen-Ausfälle am Einkaufssamstag

Moderate Umsätze, überschaubare Frequenz und 2-stündiger Kassenterminal-Ausfall: So fällt die Bilanz des Einkaufssamstags am 12. Dezember aus >>>
13.12.2020, 07:59

Der Einkaufssamstag am 12. Dezember verzeichnete keine überbordende Frequenz, wenngleich der Kundenandrang mit Fortlauf des Tages zugelegt hat. Die Menschen, die sich auf den Weg zu den Geschäften machten, kauften auch. Diese gezielten Käufe sind Resultat der fehlenden Gastronomie und damit reduzierter Aufenthaltsdauern sowie der Einhaltung der Pandemie-Vorschriften.

Dort, wo sich vor den Geschäften Schlangen – als Resultat der eingehaltenen Abstands- und Zutrittsregeln in den Geschäftsräumen – bildeten, lief alles ruhig und sicher ab, mit Mindestabständen und Schutzmasken. Das Sicherheitskonzept der Händler, das der Handelsverband während des harten Lockdowns der Bundesregierung vorgelegt hatte, hielt. Jedoch war es am Samstag doppelt gefordert, als es rund 2 Stunden lang zwischen 12.00 und 14.00 Uhr zu einem breitflächigen Ausfall der Payment-Terminals in den Geschäftslokalen der Händler kam.

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Vielfach haben Kunden die Geschäfte verlassen, da sie etwa bei kostspieligen Produkten wie Schmuck nicht ausreichend Barmittel eingesteckt hatten und auch die Kreditkartenzahlung zeitweise nicht funktionierte. Letztere wird von vielen Verbrauchern zurzeit häufig genutzt, da die Geldbeträge erst am Monatsende vom Konto abgebucht werden.

Störung bei Internetprovider

Durch den knapp 2-stündigen Ausfall der Kassenterminals entstand vielerorts ein hoher Schaden an diesem wichtigen Einkaufstag, der nur schwer wieder aufzuholen ist, so die betroffenen Händler. Die Probleme dürften auf eine Störung bei einem Internetprovider zurückzuführen sein. Vorübergehend konnten dadurch Zahlungstransaktionen nicht korrekt abgewickelt worden.

Grundsätzlich ist die Bilanz des gestrigen Einkaufssamstages zumindest im Bereich Sportartikel sehr gut ausgefallen. Auch Spielwaren, Homeware-, Dekorations- und Weihnachtsartikel funktionierten sehr gut. Bekleidung und Mode bewegte sich umsatzmäßig leicht unter dem Vorjahresniveau.

Während aus der Wiener Innenstadt sehr gute Umsatzmeldungen beim Handelsverband eingingen, fällt die Bilanz in den Landeshauptstädten durchwachsen aus. Gastronomie und Hotellerie fehlen dem Handel weiterhin sehr, insbesondere in den Wintertourismus-Regionen in Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Dennoch gilt: Der grundsätzlich positive Trend seit Freitag setzt sich fort.

"Wenn die nächsten Tage so weitergehen, dann wird eine leichte Beruhigung der kritischen Situation in der Handelsbranche eintreten. Wir hoffen, der Politik ist bewusst, dass für den Handel die Ausläufer des Weihnachtsgeschäfts bis Ende Jänner andauern. Allein Gutscheine machen ein gutes Drittel der Weihnachtsumsätze aus, sie werden zu 90 Prozent erst nach Silvester eingelöst", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

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