Die Ärzte sehen den Protestmarsch als "Weckruf". Erst wenn die Stadt nicht auf die Lösungsvorschläge aus dem 10-Punkte-Plan zur Rettung der Wiener Spitäler eingehen will, könnte es zum Streik kommen.
Zuletzt zeigten sich Wiens Ärzte in einer Umfrage über die Bedingungen in den Spitälern unzufrieden. "Frustration und Abwanderung sind real und keine Naturkatastrophen, die über einen hereinbrechen – die Politik kann etwas dagegen tun", betont Kurienobmann und Vizepräsident der Ärztekammer Stefan Ferenci.
Die Wiener Spitalsärzte fordern insgesamt 30 Prozent mehr Personal, 30 Prozent mehr Zeit für Patient*innen, 30 Prozent mehr Gehalt und 30 Prozent weniger Bürokratie. Die Ärztekammer Wien ruft beim Protestmarsch übrigens auch das Pflegepersonal auf, sich anzuschließen. "Ohne bessere Bedingungen für die Pflege keine besseren Spitäler", betont auch der stellvertretende Kurienobmann Maldonado-Gonzálzez.
Der Protestmarsch startet um 14 Uhr am Neuen Markt in der Wiener Innenstadt. Danach werden die Ärzte über die Albertina und die Operngasse und den Ring in Fahrtrichtung. Weiter geht es über die Schottengasse, über die Freyung und Am Hof über den Graben bis zum Stock-im-Eisen Platz. Dort findet zwischen 16 und 17 Uhr die Abschlusskundgebung statt.