Tausende Touristen betroffen

Ätna-Ausbruch legt Flughafen Catania lahm

Wegen des anhaltenden Vulkanausbruchs auf Sizilien sitzen zahlreiche Reisende fest. Der Luftraum bleibt bis auf weiteres gesperrt.
Newsdesk Heute
12.08.2026, 11:36
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Der Vulkan Ätna spuckt weiterhin Lava, Asche und glühendes Gestein. Am Flughafen Catania ist derzeit kein Flugbetrieb möglich, nachdem der jüngste Ausbruch seit mehreren Tagen andauert.

Die Flughafenbetreiberfirma Sac hat die Sperre des Luftraums aus Sicherheitsgründen bis Dienstag, 12. August, um 11 Uhr verlängert. Besonders in der Hauptreisezeit sind dadurch mehrere Tausend Touristen auf Sizilien gestrandet. Viele versuchen, über die Flughäfen von Palermo oder Comiso abzureisen, doch auch dort gibt es Engpässe bei den Busverbindungen.

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Wie euronews.com berichtet, haben sich auch die Gewerkschaften Filt-Cgil, Fit-Cisl, Uiltrasporti Sicilia und Ugl TA zu Wort gemeldet. Sie fordern mehr Investitionen und zusätzliches Personal, um in solchen Krisen die Belastung für Passagiere und Beschäftigte zu reduzieren. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Flüge werden gestrichen oder umgeleitet, Passagiere warten, Beschäftigte sind am Limit. Was in diesen Stunden am Flughafen des Ätna passiert, ist kein Unglück, sondern die Folge jahrelanger kurzsichtiger Entscheidungen bei Investitionen und Personal.“

Hohe Belastung für andere Airports

Die Gewerkschaften verlangen unter anderem bessere Bodentransporte zwischen den Flughäfen und mehr Personal für Palermo und andere Ausweichflughäfen, da sich das Arbeitsaufkommen dort durch die Umleitungen vervielfacht. Außerdem heben sie den wirtschaftlichen Schaden für den Tourismus hervor und kritisieren, dass in ein gut ausgebautes, regionales Flughafennetz zu wenig investiert wurde.

Laut Angaben von Adnkronos wurden allein in den letzten vier Tagen 190 Flüge nach Palermo umgeleitet, betroffen waren mehr als 30.000 Passagiere. Die Situation bleibt angespannt.

Aktivität am Vulkan hält an

Am Fuße der Nordwand des Valle del Bove auf rund 2.090 Metern Höhe hat sich am Montagvormittag ein neuer Eruptionsschlot geöffnet. Bereits in der Nacht war ein weiterer Riss auf etwa 1.900 Metern entstanden. Die Ätna-Beobachtungsstelle des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) meldet weiterhin starke explosive Aktivität am Voragine-Krater, mit Aschewolken, die sich Richtung Süd-Südost ausbreiten.

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