Wahl in Meck-Pomm

AfD-Kandidat fehlt bei eigenem Wahlkampf

Bei einer AfD-Veranstaltung in Mecklenburg-Vorpommern fehlte der Ministerpräsident-Kandidat Holm. Seine Abwesenheit störte niemanden.
Newsdesk Heute
17.09.2026, 07:51
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Am kommenden Sonntag wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Die AfD hofft, stärkste Kraft zu werden - und hat mit Leif-Erik Holm sogar einen eigenen Ministerpräsidenten-Kandidaten aufgestellt.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung in der vorpommerschen Kleinstadt Pasewalk war nun allerdings ausgerechnet Holm nicht anwesend. Stattdessen warb AfD-Bundeschef Tino Chrupalla für die Partei. Seine Rede war scharf im Ton - ganz anders als seine Auftritte in TV-Interviews.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Wie n-tv.de berichtet, wurde Holm während der Veranstaltung so gut wie gar nicht erwähnt. Seine Abwesenheit schien niemanden zu stören. Die rund 500 Besucher waren offenbar vor allem gekommen, um den Sachsen Chrupalla zu sehen.

Holm tritt gegen Schwesig an

Eine Besonderheit: Holm ist zwar "Ministerpräsidentenkandidat", aber nicht Spitzenkandidat - das ist AfD-Fraktionschef Enrico Schult. Holm steht auch nicht auf der Landesliste der AfD. Er tritt nur im Wahlkreis Schwerin I als Direktkandidat an - ausgerechnet im Wahlkreis von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Ein Sieg von Holm dort gilt als nahezu ausgeschlossen. Das bedeutet: Holm würde nur von Berlin nach Schwerin wechseln, wenn er tatsächlich Ministerpräsident werden kann.

Interne Machtkämpfe

Bei der Veranstaltung wurde auch für Nikolaus Kramer geworben, der bis Anfang des Jahres Fraktionschef im Landtag war - bis er in einem internen Machtkampf unterlag. Chrupalla lobte Kramer überschwänglich und bedankte sich "im Namen unseres gesamten Bundesvorstands".

In den jüngsten Umfragen liegt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern bei 36 bis 38 Prozent. Für ostdeutsche Verhältnisse gilt das inzwischen als ausbaufähig - die Partei holte etwa in Sachsen-Anhalt fast 44 Prozent.

red,17.09.2026, 07:51