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AfD-Spitze will Politikerin in "Anatolien entsorgen"

Heute Redaktion
13.09.2021, 23:24

Alexander Gauland sorgte bei einer Wahlkampfrede für blankes Entsetzen. "Rassismus", "Schande für Deutschland" lauten nur einige Kommentare.

"Das nennt man Rassismus", twitterte CDU-Generalsekretär Peter Tauber. Die Bundesregierung distanzierte sich bereits von Gaulands Aussagen.

Die Zuschauer jubelten ihm zu

Bei einem Wahlkampf in Thüringen kommentierte der Spitzenkandidat der AfD eine Aussage der SPD-Politikerin Aydan Özoguz. Diese meinte in einem Interview im Mai, dass man eine spezifische deutsche Kultur, jenseits der Sprache, nicht identifizieren könne.

Gauland rief seinen Zuhörern zu: "Ladet sie mal nach Eichsfeld (Thüringen) ein, und sagt ihr dann, was spezifisch deutsche Kultur ist. Danach kommt sie hier nie wieder her und wir werden sie dann auch, Gott sei Dank, in Anatolien entsorgen können."

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Twitter explodierte

Die Schmipftirade sorgte für Empörung in den sozialen Netzwerken. Auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz meldete sich zu Wort: "Die Entgleisung von Gauland gegenüber Özoguz ist widerlich. Wir müssen alles dafür tun, dass solche Rassisten nicht in den Bundestag kommen."

Sein SPD-Kollege Thomas Oppermann ergänzte: "Die AfD ist eine Schande für Deutschland."

AfD bemängelt einzig die Wortwahl

Özoguz wurde in Hamburg geboren und hat türkische Wurzeln. Seit 2009 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2011 einer der sechs stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD.

Die AfD selbst spielt die Aussagen von Gauland runter. Co-Spitzenkandidatin Alice Weidel meinte, dass die Wortwahl Geschmackssache wäre. In der Sache hätte ihr Parteikollege aber recht. (slo)

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