"Abschiebung ist Mord": Wiener Votivpark besetzt

Aus Protest gegen Abschiebungen haben etwa 100 Personen ihr Camp vor der Wiener Votivkirche aufgeschlagen. Die "Besetzer" wollen mit der Regierung verhandeln.
Mit Schildern wie "Abschiebung ist Mord" und "Deportation zerstört Leben" protestieren rund 100 Afghanen und Unterstützer im Wiener Votivpark gegen Rückführungen nach Afghanistan.

Die Aktivisten, die sich als Teil einer europaweiten Bewegung sehen, ließen sich am Freitag Abend vor der Votivkirche nieder. Sie wollen so lange dort bleiben, bis die Regierung mit ihnen verhandelt.



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Asylwerber Amir Zada erklärt das Anliegen des Protests. (Video: Video3)

Die erste Nacht schlugen sich die Demonstranten unter freiem Himmel um die Ohren, denn das Campieren mit Zelten ist im Votivpark verboten. Die Räumung droht ihnen vorerst nicht: Die Kundgebung ist offiziell angemeldet und erlaubt. Die Veranstalter hoffen, dass am Sonntag noch weitere Teilnehmer zu ihnen stoßen werden, um die lichten Reihen aufzufüllen.

Schon 2012 und 2013 nützten Aktivisten die Votivkirche und den Park für Proteste gegen die österreichische Abschiebungspolitik. Die Besetzung endete, als man sich auf den Umzug ins Servitenkloster einigte. (red)

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