Air-France-Piloten verlängern ihren Streik

Angesichts verhärteter Fronten ziehen die Piloten der Air France ihren bereits einwöchigen Streik um nochmals vier Tage weiter. Eine Abstimmung der größten Pilotengewerkschaft hat eine klare Mehrheit für einen Arbeitsausstand bis kommenden Freitag ergeben. Wegen des am vergangenen Montag begonnenen Streiks kann Air France seit Tagen nur 45 Prozent der Flüge sicherstellen. Der Streik läuft zunächst bis kommenden Freitag.

Strikt abgelehnt haben die streikenden Piloten der Air France ein "letztes Angebot" der Airline zur Beilegung der Krise.

Gewerkschaft: "Letzte Provokation"

Die mit Abstand größte Piloten-Gewerkschaft sprach am Montag in Paris von einer "letzten Provokation" des Konzernchefs Alexandre de Juniac. Er habe nicht mehr Garantien angeboten als zuvor und kein Problem gelöst. Damit geht der Ausstand weiter. Der umstrittene Ausbau der Billigtochter Transavia in Europa solle bis zum Dezember ausgesetzt werden, so das Angebot. An dem Konzept der Erweiterung halte Air France aber fest.

Der richtet sich gegen Sparpläne des Airline-Konzerns Air France-KLM, der Kurz- und Mittelstrecken an seine Billigtochter Transavia übertragen und seine jährlichen Kosten so um mehr als eine Milliarde Euro senken will. Die Piloten fordern einen einheitlichen Vertrag für ihre Berufsgruppe.

Tagesverluste von bis zu 20 Mio. Euro

Der Arbeitsausstand bringt Air France Betriebsverluste von bis zu 20 Millionen Euro täglich, wie der Konzern mitteilte. Auch am Montag konnte die Airline nur 41 Prozent der Flüge sicherstellen, am Dienstag sollen es 48 Prozent sein. "Der Streik ist ein Desaster für die Kunden, für die Beschäftigten und für die Finanzen der Gesellschaft", so Air France.

 

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen