Österreich

Airport: Skandal um Bauprojekt

Heute Redaktion
14.09.2021, 12:51

Die Spatzen pfiffen es schon von den Dächern, nun gibt es die Flughafen AG offiziell zu: Die Kosten für die Terminalerweiterung Skylink sind auf unfassbare 830 Millionen Euro explodiert. Neo-Vorstand Ernest Gabmann ließ mittlerweile die Projektverantwortlichen entfernen.

Projekt-Insider empörten sich bereits seit Monaten über untragbare, chaotische Zustände. Und diese haben sich ganz offensichtlich auch auf die Kosten ausgewirkt: So wurden für den Airport-Ausbau im Jahr 2004 noch 475 Millionen Euro veranschlagt, zuletzt waren es bereits 657 Millionen Euro. Mit der aktuellen Prognose von Mittwoch ist man aber bei bis zu 830 Millionen Euro angelangt. Nicht einschätzbare Risken, die weitere 64 Millionen kosten könnten, seien zudem nicht ausgeschlossen. Dabei sind Nebenkosten, wie etwa die Baustellenreinigung oder die Möblierung noch gar nicht eingerechnet. Außerdem würden noch Kosten für die Gepäckssortieranlage anfallen.
Vom Tisch ist zudem der Fertigstellungstermin, der laut ursprünglichen Planungen im heurigen Frühjahr hätte sein sollen. Der hat sich auf das Jahr 2011 verschoben, der Zeitpunkt für die offizielle Inbetriebnahme ist noch völlig offen.
Airport-Vorstand und Niederösterreichs Ex-Landesrat Ernest Gabmann zögerte nach dem Bekanntwerden dieser Fakten nicht lange: Er tauschte die Verantwortlichen umgehend aus. Parallel zum Skandal um den Skylink-Neubau korrigierte die Flughafen AG angesichts der schwierigen Wirtschaftslage die Prognose für 2009. Demnach erwartet man ein Passagier-Minus von neun Prozent.

Jetzt E-Paper lesen