Niederösterreich

AK erkämpfte 90,1 Millionen Euro für Arbeitnehmer

Wegen Problemen am Arbeitsplatz suchten 156.100 Beschäftigte Hilfe bei der Arbeiterkammer Niederösterreich.

Niederösterreich Heute
AK erkämpfte 90,1 Millionen Euro für Arbeitnehmer
Heute fand in der Arbeiterkammer (AK) Niederösterreich eine Pressekonferenz zur Arbeitsrechtsbilanz 2023 statt. (v.L.) Vera Kmenta-Spalofsky (Leiterin Rechtschutzbüro West), Karl Heigel (Abteilungsleiter Arbeits- und Sozialrecht der AK NÖ), Markus Wieser (AK NÖ-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender), Thomas Kaindl (Abteilungsleiter Regionale Aufgaben der AK NÖ) während der PK.
AK Niederösterreich/Georges Schneider

156.100 Beschäftigte haben im vergangenen Jahr wegen Problemen am Arbeitsplatz die Hilfe der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) gesucht. "Wir haben 90,1 Mio. Euro (an Nachzahlungen, Anm.) für die Betroffenen erkämpft", teilte Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser am Mittwoch in einer Aussendung mit. Spürbar gewesen sei 2023 vor allem ein Anstieg bei den Insolvenzen. Zudem habe es häufig Probleme mit Abfertigungen gegeben.

Insolvenz der kika/Leiner-Gruppe

Die Insolvenz der kika/Leiner-Gruppe ist der Kammer zufolge einer der größten Einsätze im vergangenen Jahrzehnt gewesen. Auch andere Großpleiten hätten die Fachleute der AKNÖ auf Trab gehalten, schilderte Karl Heigel, Leiter der Abteilung Arbeits- und Sozialrecht. Er erinnerte an Forstinger mit mehr als 500 Beschäftigten und mehrere weitere Unternehmen mit jeweils mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Zahl mehr als verdoppelt

Insgesamt seien 2023 fast 7.900 Männer und Frauen vertreten worden, deren Firmen zahlungsunfähig geworden waren. Gegenüber dem Jahr zuvor habe sich diese Zahl mehr als verdoppelt. Immer wieder habe die AKNÖ zudem bei Abfertigungen intervenieren müssen, schilderte Thomas Kaindl, Leiter des Bereichs Regionale Aufgaben.

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    apa/picturedesk ("Heute"-Montage)

    Auf den Punkt gebracht

    • Die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) hat im vergangenen Jahr 90,1 Millionen Euro an Nachzahlungen für 156.100 Arbeitnehmer erkämpft, die wegen Problemen am Arbeitsplatz Hilfe gesucht haben
    • Besonders häufig waren Insolvenzfälle und Probleme mit Abfertigungen, wobei die Insolvenz der kika/Leiner-Gruppe einen der größten Einsätze der Kammer darstellte
    • Insgesamt wurden fast 7.900 Arbeitnehmer vertreten, deren Firmen zahlungsunfähig geworden waren, was gegenüber dem Vorjahr eine Verdopplung darstellt
    red
    Akt.