AK erkämpft 11.000 Euro für 220 Überstunden

Der Mann häuft 200 Überstunden an.
Der Mann häuft 200 Überstunden an.Bild: iStock
Mit 1.000 Euro wollte ein Unternehmen in Braunau einen Mitarbeiter abspeisen, der 200 Überstunden geleistet hatte. Die AK ging für den Mann vor Gericht.
Etwas mehr als acht Monate war ein deutscher Arbeitnehmer als internationaler Vertriebsleiter bei einer Firma im Bezirk Braunau

beschäftigt. Er hatte in dieser Zeit bedeutend mehr Überstunden gemacht, als durch seine Überstundenpauschale abgedeckt waren.

Aber: Der Mann konnte dank seiner akribischen Arbeitszeitaufzeichnungen belegen, dass er rund 200 Überstunden angehäuft hatte. Nachdem der Vertriebsleiter gekündigt wurde, bot ihm das Unternehmen 1.000 Euro als Abgeltung an. Das Argument: Der Mann habe nicht so viele Überstunden geleistet.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Das wollte sich der Deutsche nicht gefallen lassen. Er wandte sich an die Arbeiterkammer. Ein intensiver Briefwechsel zwischen der AK und Firma brachte zunächst wenig Erfolg. Das Unternehmen erhöhte zwar das Vergleichsangebot auf 2.000 Euro, doch auch das war zu wenig,

Arbeiterkammer reichte deshalb beim Arbeits- und Sozialgericht Klage gegen das Unternehmen ein. Und das wirkte: Die Firma lenkte ein und bezahlte die offenen Ansprüche: immerhin knapp 11.000 Euro.

"An solchen Fällen sieht man, wie hartnäckig manche Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Geld schuldig bleiben. Auch wenn es noch so mühsam ist oder um noch so kleine Beträge geht: Recht muss Recht bleiben – und wenn wir das Arbeits- und Sozialgericht bemühen müssen, dann scheuen wir auch diesen Weg nicht", sagt AK-Präsident Johann Kalliauer.

(gs)

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