AK erkämpft 608 Euro mehr Pflegegeld für Kind

Die AK erkämpfte für ein schwer krankes Kind 608 Euro mehr Pflegegeld im Monat.
Die AK erkämpfte für ein schwer krankes Kind 608 Euro mehr Pflegegeld im Monat.Bild: iStock

Die PVA wollte der Familie eines schwer kranken Kindes (10) das Pflegegeld kürzen. Dank der Arbeiterkammer bekommt das Kind nun aber um 608 Euro mehr pro Monat.

Für das chronisch schwer kranke Kind (10) hatte eine Familie aus dem Bezirk Gmunden Pflegegeld der Stufe 4 erhalten. Ende letzten Jahres folgte dann die Schockmeldung für die Eltern des Kindes.

Ein Bescheid der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) besagte nämlich, das Pflegegeld sollte künftig um eine Stufe reduziert werden.

Die Familie fiel aus allen Wolken, denn der Gesundheitszustand des Kindes hatte sich keineswegs verbessert. Eine Sachverständige prüfte den tatsächlichen Pflegebedarf des Kindes. Ergebnis: Sie stellte einen generellen Pflegebedarf von mehr als 180 Stunden fest.

Pflege bei Tag und Nacht nötig

Darüber hinaus seien außergewöhnliche bzw. zeitlich nicht koordinierbare Pflegemaßnahmen bei Tag und Nacht sowie eine dauernde Anwesenheit von Betreuungspersonen im Wohnbereich wegen einer Selbstgefährdung des Kindes nötig.

Die Familie wandte sich schließlich mit diesem Gutachten an die Arbeiterkammer OÖ und bat um Hilfe. Die Sozialrechtsexperten der AK prüften den Fall.

Dabei kam es zu der erstaunlichen Wende. Denn der beschriebene Pflegeaufwand entsprach weder der bisher gewährten Pflegegeldstufe vier noch der von der PVA angenommenen Stufe drei.

Einen Vergleich erzielt

Die AK gewährte der Familie vollen Rechtsschutz und vertrat sie vor dem Arbeits- und Sozialgericht. Auf Basis des Gutachtens konnte letztlich ein Vergleich erzielt werden, der dem Kind nun ein Pflegegeld der Stufe sechs sichert. Gegenüber Stufe 4 sind das nun um 607,6 Euro mehr im Monat. Gegenüber der von der PVA errechneten Stufe 3 sogar 833,6 (!) Euro mehr.

„Der Fall zeigt, wie richtig und wichtig unsere Entscheidung im Vorjahr war, den Mitgliedern kostenlose Rechtsberatung und -vertretung in Fragen des Pflegegeldes anzubieten. Dem Kind stehen nun 608 Euro im Monat mehr für die nötige Pflege zur Verfügung. Das ist viel Geld, das jetzt für seine optimale Betreuung eingesetzt werden kann", so AK-Präsident Johann Kalliauer in einer Aussendung.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Gmünd in KärntenGood NewsOberösterreichKinderPflege

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen