Österreich

AK siegt für Mutter, die mit Konzert betrogen wurde

Heute Redaktion
13.09.2021, 22:21

125 Euro blätterte Nathalie Romstorfer für ein Musical hin. Die Show war letztklassig. Sie verließ die Show vorzeitig und holte sich dann Hilfe bei der Arbeiterkammer.

An diesem Abend machten "Les Misérables" (dt: "Die Elenden") ihrem Namen alle Ehre - nur leider auf Kosten des zahlenden Publikums!

"Ich wollte meiner gehbehinderten Mutter mit den Karten eine Freude zum Geburtstag machen, der Abend war aber ein Desaster", ärgert sich Nathalie Romstorfer gegenüber "Heute".

Das Stück (lief diesen März in der Wiener Stadthalle) entpuppte sich als "billiger Abklatsch" des Originals, die vollmundige Bewerbung der "Neuproduktion" ließ die Karten wie warme Semmeln weggehen.

"Die Gesangseinlagen waren letzklassig, das Bühnenbild dürftig, die Story hatte kaum was mit dem bekannten Stoff zu tun."

Romstorfer und ihre Mutter flüchteten, wie viele andere, noch vor der Pause - die 125 Euro erstritt sie sich mithilfe der Arbeiterkammer (AK) zurück.

Dort liefen die Telefone bereits heiß, der Veranstalter Highlight Concerts GmbH muss demnächst vor Gericht. Die AK spricht jetzt eine Warnung aus: Im Frühling 2018 treibt "Das Phantom der Oper" (Central Musical Company & ASA Events) sein Unwesen. Die AK bekrittelt die "irreführende Bewerbung", die "falsche Erwartungshaltungen" schüre. (Red)

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