Akademikerball bekommt rote Konkurrenz

Bild: WIkipedia

Die Stadt Wien wird nächstes Jahr erstmals einen "Ball der Wissenschaften" ausrichten. Das Fest findet am 31. Jänner 2015 statt - genau einen Tag nach dem umstrittenen Akademikerball. Stoßrichtung: "Spaß mit Anstand" und "Tanz mit Haltung".

. Stoßrichtung: "Spaß mit Anstand" und "Tanz mit Haltung".

Mit der Veranstaltung im Rathaus "soll die ebenso enge wie selbstverständliche Beziehung zwischen der Wissenschaftsgemeinschaft und der Stadt auch einer breiten Öffentlichkeit im In- und Ausland verdeutlicht werden", so SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl. Man wolle sich bei Wissenschaftern und Forschern für ihren Beitrag "zum gesellschaftlichen Klima und zum intellektuellen Kapital, zu einer Kultur der Aufklärung und einer Atmosphäre der Weltoffenheit, kurzum zum toleranten Geist dieser Stadt" bedanken.

Karten kosten laut 80 Euro, Studierende zahlen 25 Euro. Als Vorsitzender des Ballkomitees fungiert Oliver Lehmann, Chef des Klubs der Wissenschaftsjournalisten. Er will den Ball als weiteren Schritt zur Vernetzung und Positionierung Wiens als internationale Wissensstadt verstanden wissen.

Die Idee eines Balls der Wissenschaften hatten Häupl und Wissenschaftsstadtrat Andreas Mailath-Pokorny erstmals Ende März bei der Klubklausur der Rathaus-SPÖ im burgenländischen Rust aufs Tapet gebracht. Mailath-Pokorny wollte die Sache damals nicht als Konkurrenzveranstaltung zum Burschenschafterball bezeichnen, betonte aber, dass man schon zeige wolle, "dass Akademiker-Sein in Wien mehr bedeutet als Rückwärtsgewandtheit und dass der Titel Akademiker nicht einer ist, den sich die rechten Burschenschafter und die FPÖ allein auf die Fahnen heften können".

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