Akademikerball: FPÖ setzt auf Gesichtserkennung

Ein Großaufgebot der Polizei wird auch heuer die Hofburg gegen Demonstranten abschirmen. Drinnen setzt die FPÖ auf Kameras mit Gesichtserkennung. Grund: die "Burschenschaft Hysteria".

Polizeipräsident Gerhard Pürstl rechnet mit "deutlich höherer Gewaltbereitschaft" als in den letzten Jahren. 3.000 Beamte sollen am 26. Jänner für einen möglichst reibungslosen Ablauf des umstrittenen Akademikerballs sorgen – "Heute" berichtete.

Apropos Sorgen: Die macht sich Organisator Udo Guggenbichler nun wegen einer Ankündigung der satirischen „Burschenschaft Hysteria". Sie verkündete auf Facebook: "Auch die Mitternachtseinlage wird von der Hysteria gestaltet. Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen. Auf einen herrlichen Männerschutzball 2018 und das goldene Matriarchat! Heil Hysteria!"

Die "Burschenschaft Hysteria" (Akademische Burschenschaft Hysteria zu Wien) ist eine österreichische Protestgruppe und ein Satireprojekt (Kommunikationsguerilla), die in Wien ansässig ist. Sie ahmt von ihrem Auftreten her männliche Burschenschaften nach und ist vor allem in Wien und über Facebook aktiv. Zu ihren prominentesten Mitgliedern zählt Stefanie Sargnagel.

Um gegen mögliche Proteste – 2017 entrollte "Hysteria" bei der Mitternachtseinlage Banner – bei der Veranstaltung gerüstet zu sein, wurden die bereits in der Hofburg installierte Videoüberwachung um hochauflösende Kameras ergänzt und Gesichtserkennungssoftware angeschafft, berichtet die APA. Am Eingang müssen Ballgäste durch Metalldetektoren.

Ballvater Guggenbichler rechnet mit rund 2.500 Ballgästen –

eine Steigerung gegenüber den vergangenen Jahren. Der Kartenverkauf laufe gut. Über das konkrete Programm gibt es noch keine Auskunft, auch nicht über den Besuch von freiheitlichen Regierungsmitgliedern: „Ich denke, die haben derzeit Wichtigeres zu tun", so Guggenbichler zur APA.

(Red)

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