AKH-Assistenzarzt schildert "Heute" seinen Stress-Alltag

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"Die Situation wird immer unerträglicher", schildert ein Assistenzarzt am AKH "Heute". Er will anonym bleiben, fürchtet seine Entlassung. Sein typischer Tag:
"Die Situation wird immer unerträglicher", schildert ein Assistenzarzt am "Heute". Er will anonym bleiben, fürchtet seine Entlassung. Sein typischer Tag:


7.50 Uhr: Mit dem Lift zur Station. Hundemüde vom Vortag. 14 Angelegenheiten parallel im Kopf – hoffentlich sind die Patienten nicht zu fordernd.
8 Uhr: Stationsbeginn. Zu viele Aufnahmen und Entlassungsbriefe. Oberarztjobs ohne Einschulung (er ist selten da).
10 Uhr: Visite. 12 neue organisatorische Aufnahmen kommen dazu. Drei davon komplex und aufwendig (zwei Ärzte wären bei ordentlicher Erledigung einen Tag ausgelastet).
12 Uhr: 1. Kaffee sinnlos. Erschöpfung: Vier Patienten brauchen etwas – und fünf Pfleger. Mittagessen – machen Sie Witze?
14 Uhr: 2. Erschöpfung: Unangekündigte Aufnahme, Bürokratie. Der Chef fragt nach, wann man Forschungsergebnisse liefert. Mein Vertrag läuft noch drei Monate. Verlängerung = Druckmittel.
16 Uhr: Kopfschmerzen. Dienstübergabe. Ab ins Labor. Ruhetage müssen ohnehin inoffiziell im Labor verbracht werden. Am Weg schnell eine Tafel Schokolade. Was bitte ist gesunde Ernährung?
18 Uhr: Familienabendessen. Die Situation ist angespannt.
20 Uhr: Paper schreiben, Magenkrämpfe.
22 Uhr: Tee, Dusche, ein kurzes Gespräch – morgen Nachtdienst. Existenzängste. Sie kommen morgen als Patient? Ich freue mich schon.


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