AKH-Mobbing: Jetzt packen 26 weitere Betroffene aus

Der Prozess wegen Mobbings am AKH geht weiter: Chirurgin Prof. E. klagte die MedUni und die Republik Österreich auf 235.000 Euro. Eine Zeugin sagt: "Mobbing ist im AKH an der Tagesordnung."
Der Prozess wegen Mobbings am AKH geht weiter: Chirurgin Prof. E. klagte die MedUni und die Republik Österreich auf 235.000 Euro. Eine Zeugin sagt: "Mobbing ist im AKH an der Tagesordnung."

"26 Personen, die von Mobbing betroffen sind, haben sich bei uns gemeldet – davon 19 im AKH", sagt Rechtsanwalt Johannes Öhlböck. Für seine Mandantin kämpfte er am Montag in der nächsten Runde vor Gericht um Schmerzensgeld. Thoraxchirurgin Prof. E. erhebt Mobbing-Vorwürfe gegen ihren Arbeitgeber MedUni. Sie sei am AKH nicht für Operationen eingeteilt, nicht in Publikationen genannt worden.

"Sechs Anrufer haben bestätigt, dass Prof E. gemobbt wurde – etwa, dass sie zum Teil Redeverbot hatte", sagt Öhlböck. Andere AKH-Angestellte schilderten dem Anwalt selbst Übergriffe. Eine Frau sei seit 25 Jahren im AKH tätig, seit einem Unfall zu 50 % invalide. "Sie erzählte, dass sie danach gemobbt und nur im Lager eingesetzt wurde. Sie sagt: ,Mobbing ist im AKH an der Tagesordnung‘", so Öhlböck. "Mobbing ist nicht tolerierbar. Jeder Vorwurf, der an uns herangetragen wird, wird einzeln abgeklärt", heißt es von der MedUni Wien.
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