AKH-Primarärzte fordern Hilfe von Unis

Nachdem die Universitätenkonferenz (uniko) abgelehnt hatten, Mehrkosten für Ärzte aus den zusätzlichen Mitteln für die Universitäten von 615 Millionen (2016 bis 2018) zu finanzieren, herrschut Unmut unter den Ärzten.

Nachdem die Universitätenkonferenz (uniko) abgelehnt hatten, Mehrkosten für Ärzte aus den zusätzlichen Mitteln für die Unis von 615 Millionen (2016 bis 2018) zu finanzieren, herrschut Unmut unter den Ärzten.
Mehr als 500 Ärzte haben sich am Mittwoch im Wiener AKH zu einer Betriebsversammlung zusammengefunden. Grund des Unmuts: die lange Dauer zur Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetz an den Unikliniken. Parallel zu den Spitalsärzten in Innsbruck wolle man dann auch länger beraten sowie Arbeitsgruppen zu den einzelnen Themenkomplexen der Gehalts- und Dienstzeitreform bilden. Am kommenden Mittwoch werde man sich erneut zusammensetzen.

Währenddessen wird weiter mit dem Rektorat verhandelt: Dieses hatte Mitte Februar nach mehreren Verhandlungsrunden ein erstes Angebot vorgelegt. Die Ärztevertreter zeigten sich aber vor allem mit der geplanten Umsetzung der 48-Stunden-Woche ab Mitte 2016 sowie den Gehaltsanpassungen unzufrieden.

Knackpunkt Finanzierung

Nun scheitere es hauptsächlich noch an der Finanzierung, meinte er. Während man bei Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) Bewegung sehe - er hatte angekündigt, den zusätzlich Geldbedarf aus den Ministeriumsreserven decken zu wollen - fehle diese bei der Gemeinde Wien.

"Von der Gemeinde gibt es noch gar keine Zusage und ohne sie kann das nicht funktionieren", betonte Andreas. Zum Hintergrund: Das Wissenschaftsministerium ist im AKH nur verantwortlich für die Ärzte, die bei der Medizinischen Universität Wien angestellt sind. Um den Rest des Personals - etwa in der Pflege - kümmert sich die Gemeinde Wien.

"Auseinanderdividieren inakzeptabel"

"Das von der uniko betriebene "Auseinanderdividieren von Medizin-Universitäten und Nicht-Medizin-Universitäten und die damit betriebene Entsolidarisierung ist aus unserer Sicht inakzeptabel", kritisiert Christoph Zielinski, Sprecher der Primarärztinnen und -ärzte des AKH Wien. Keinesfalls sollte eine Universität gegen andere Universitäten ausgespielt werden.

DLeistungen des AKH Wien und der MedUni Wien hätten sehr maßgeblich zum Ruf, Image und Erfolg der österreichischen Universitäten beigetragen. Gelder, die nun für Gehälter in diesen Bereichen verwendet werden, seien Investitionen in einen der drei besten Forschungsbereiche Österreichs, die klinisch-medizinische Forschung, und nicht bloße Personalkosten. "Diese Umstände müssen auch von der Universitätskonferenz klar erkannt werden und wir erwarten uns von dieser Seite eine uneingeschränkte Support."

Der Standort AKH-MedUni Wien hätte in den letzten Jahren international deutlich an wissenschaftlicher Bedeutung gewonnen, so Zielinski:

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