AKS NÖ fordert Schüler zum ersten Schulstreik auf

Die AKS Niederösterreich fordert Schüler auf, am 1. März auf die Straße zu gehen und zu streiken.
Die AKS Niederösterreich fordert Schüler auf, am 1. März auf die Straße zu gehen und zu streiken.Bild: iStock (Symbol)
Die AKS Niederösterreich fordert die Schülerinnen und Schüler Niederösterreichs dazu auf, am 1. März auf die Straße zu gehen.
"Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt gehen für eine bessere Umweltpolitik auf die Straße", heißt es in der Aussendung der AKS NÖ. Die AKS Niederösterreich selbst fordert die Schülerinnen und Schüler aus ganz NÖ dazu auf, am 1. März um 10.30 auf die Straße zu gehen und am Riemerplatz in St.Pölten am ersten Schulstreik in Niederösterreich teilzunehmen.

Sanea Hertlein, die Vorsitzende der AKS Niederösterreich: „Die nachlässige Klimapolitik der letzten Jahre stiehlt uns unsere Zukunft. Uns wird ein Planet überlassen der nicht lebensfähig ist. Die Klimakatastrophe wird zu noch mehr Umweltschäden, noch mehr politischen Krisen und noch mehr Spaltung führen. Die Politik schläft, aber wir sind hellwach, wir werden für eine gerechte Klimapolitik auf die Straße gehen. Wir lassen uns nicht spalten und wir lassen uns die Zukunft nicht nehmen. Weil uns gute Noten auf einem zerstörten Planeten gar nichts nützen, fordern wir jede Schülerin und jeden Schüler Niederösterreichs dazu auf an unserem Schulstreik teilzunehmen."

Schulsprecher unterstützen Streikforderung

Der Aufruf zum Streik wird auch von einigen Schulsprechern unterstützt. Tim Schmid aus dem Gymnasium Schwechat unterstützt die Forderung: „Die Schüler streiken. Sie werden als Schulschwänzer und Verweigerer des Bildungssystems betrachtet, aber den Jugendlichen geht es um das Klima. Unser Maturazeugnis bringt uns nichts, wenn die Natur um uns herum aus allen Bahnen gerät. Es ist Zeit, uns zu erheben und etwas gegen den Klimawandel zu tun. Genauso wie die Berliner Mauer durch eine Demonstration fiel und die Frauenwahlrechte durch Demonstrationen erkämpft wurden, werden wir eine Veränderung des Klimas durch Demonstrationen erkämpfen. Wir setzten uns dafür ein, weil es nicht nur unsere Generation ist, sondern auch die Generation unserer Kinder und aller nachfolgenden Generationen, die unter diesem Wandel leiden werden und es auch jetzt schon tun."

So sieht das auch Katja Böhm aus der HLUW Yspertal: „Als Schülerin einer Schule, die großen Wert auf den Begriff Nachhaltigkeit legt, ist es mir ein großes Anliegen, jeden einzelnen Schüler und jede einzelne Schülerin dazu zu motivieren für ihre Zukunft aufzustehen und für eine nachhaltige Klimapolitik zu demonstrieren. Die Konsequenzen der aktuellen Politik zum Thema Klima werden nämlich nicht die heutigen Politiker zu spüren bekommen, sondern wir und unsere Kinder."

CommentCreated with Sketch.10 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Ein weiterer Unterstützer ist Fabian Wolflehner, Schulsprecher des Gymnasium Amstetten: „Ich protestiere nach dem Motto "Warum zur Schule gehen, wenn es keine Zukunft gibt?" und will ein Zeichen zu einem drastischem Umdenken sowohl auf politischer als auch auf gesellschaftlicher Ebene setzen. Wirtschaftswachstum ohne Rücksicht auf die Umwelt ist ein Verbrechen an zukünftigen Generationen und dagegen gehen wir auf die Straße. Unsere Generation ist die letzte die die Erde vor dem Umweltkollaps bewahren kann. Wir wollen ein Signal senden, wir alle sind gefordert Materialismus und Verschwendung den Rücken zuzukehren und uns zur Natur und Nachhaltigkeit gegen rücksichtsloses Wirtschaften zu bekennen!" (wes)

Schulsprecher Katja und Fabian
Schulsprecher Katja und Fabian

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