Aktion scharf: Finanzpolizei prüft Barbershops in NÖ

Finanzpolizei nimmt Barbershops in Niederösterreich ins Visier.
Finanzpolizei nimmt Barbershops in Niederösterreich ins Visier.Bild: iStock (Symbol)
Die Finanzpolizei nimmt nun nach der Steiermark, Wien und Kärnten auch in Niederösterreich Barbershops ins Visier.

Laut Wirtschaftskammer Niederösterreich werden Barbershops immer mehr zum Problem für die klassischen Friseure.

Mit sieben bis zehn Euro würden die Preise für Haarschnitte gedrückt werden, diese Billig-Angebote machen der Konkurrenz das Leben schwer. Dazu würde laut Finanzpolizei nicht immer korrekt abgerechnet.

"Man muss keine volkswirtschaftliche Ausbildung haben, um herauszufinden, dass ein Haarschnitt mit weniger als zehn Euro bepreist, letztlich dazu führt, dass die Lohn- und Umsatzsteuer sowie die Sozialversicherungsabgaben nicht mehr in der vollen Höhe abgeführt werden können. Das geht sich kalkulatorisch gar nicht aus", so Wilfried Lehner, Leiter der Finanzpolizei, gegenüber dem "ORF NÖ".

Die Finanzpolizei will nun nach ersten Kontrollen in der Steiermark, Wien und in Kärnten auch in NÖ aktiv werden.

Bei Barbershops in Klagenfurt und Villach seien in mehr als 80 Prozent der kontrollierten Betriebe mit vorwiegend syrischem und türkischem Hintergrund steuerrechtliche, sozialversicherungsrechtliche, gewerberechtliche und Verstöße gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz festgestellt worden. In Summe mussten laut Wirtschaftskammer 27 Anzeigen erstattet werden, eine Person ohne Aufenthaltstitel wurde an Ort und Stelle festgenommen und in der Folge abgeschoben.

(wes)

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