Wien

Klima-Aktivisten – böser Sabotage-Akt an Autos in Wien

Wahnsinn in Wien! Seit Tagen lassen selbsternannte Klimaaktivisten die Luft aus den Reifen von Fahrzeugen, nun kam es zu einem schweren Unfall.

Rene Findenig
Klima-Aktivisten ließen Luft aus den Reifen seines Mercedes-SUV – der Wagen krachte dann in einen Fußgänger.
Klima-Aktivisten ließen Luft aus den Reifen seines Mercedes-SUV – der Wagen krachte dann in einen Fußgänger.
REUTERS (Symbolbild)

In mehreren österreichischen Städten ist bereits das brandgefährliche Phänomen der Klimaaktivisten, die in Nacht- und Nebel-Aktionen die Luft auf den Reifen abgestellter Fahrzeuge auslassen, angekommen. Nach Innsbruck hat es nun auch Wien erwischt – im Nobelbezirk Döbling werden laut Medienberichten seit Tagen solche Vorfälle gemeldet. Die Vorgangsweise ist meist gleich: Aktivisten – sie nennen sich offenbar "Tyre Extinguishers" – suchen sich große oder teure Fahrzeuge, lassen die Luft aus den Reifen und klemmen einen Zettel hinter die Windschutzscheibe.

"Achtung - Ihr Spritfresser ist tödlich. Wir haben bei einem oder mehreren Reifen die Luft abgelassen", steht laut APA auf den Zetteln geschrieben. Darunter finden sich Aufzählungen, warum große Fahrzeuge und SUVs umweltschädlich seien und dass sie zu einer erhöhten Verletzungsgefahr bei Zusammenstößen mit Fußgänger führen würden. Was die Aktivisten aber nicht prüfen: Ob die Zettel auch noch am Auto sind oder gelesen werden, wenn die Besitzer losfahren wollen. Beobachter kritisieren nicht nur die brandgefährlichen Taten, sondern auch, dass Betroffene nicht genug gewarnt würden.

Fußgänger gerammt und gegen Mauer gedrückt

Nun sorgte eine solche Aktion aber nicht nur für Ärger bei den Fahrzeugbesitzern, sondern eben auch für das am Zettel Kritisierte, nämlich einen schweren Unfall mit einem Fußgänger. Ein Besitzer eines größeren Mercedes, der sein Fahrzeug dringend für seinen Job braucht, setzte sich am Samstag in Wien-Döbling hinter das Steuer und wollte zu einem beruflichen Termin. 400 Meter nach dem Losfahren dann der Schock: Der Lenker wollte bremsen, wegen eines Platten schlitterte der Wagen aber auf einen Gehsteig, rammte einen Fußgänger und drückte ihn gegen eine Mauer. 

Wie der geschockte Lenker erst später feststellte, hatten Klimaaktivisten ihm die Luft auf zumindest einem Reifen gelassen – einen Hinweiszettel darauf hatte er übersehen. Glück im Unglück: Der Fußgänger verzichtete auf eine medizinische Behandlung und gab laut dem Lenker an, nicht verletzt worden zu sein. Der Wiener Polizei sollen mittlerweile mehrere solcher Fälle bekannt sein, das Landesamt für Verfassungsschutz sei informiert. Wegen möglicher Sachbeschädigung gehe man vorerst nicht gegen die Aktivisten vor, da die Reifen ausgelassen und nicht zerstochen wurden.

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    Die spontane Demo wurde von der Polizei aufgelöst.
    Die spontane Demo wurde von der Polizei aufgelöst.
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