Aktivisten nehmen jetzt Rache an "Scheiß-Chefs"

Weigert sich Ihr Chef, Überstunden auszuzahlen? Hat er Sie gar begrapscht? Eine Gruppe italienischer Aktivisten stürmt jetzt lautstark Geschäfte und stellt miserable Arbeitgeber bloß.

Wer in Bologna seine Angestellten schlecht behandelt, bekommt nun die Rechnung präsentiert – aber nicht von Gerichten oder Ämtern, sondern von einer Gruppe anonymer Aktivisten, die sich "Padrone di Merda" ("Scheiß-Chefs") nennt.

Mit weißen Masken über dem Gesicht stürmen sie Geschäfte, Restaurants und Cafés, lesen mit einem Megafon die Anschuldigungen von Angestellten vor und machen Kunden auf die miserablen Zustände aufmerksam. Oft ernten sie Applaus, während die erregten Chefs versuchen, die Störenfriede zu verjagen oder auch die Polizei rufen. Doch bis die kommt, ist der Spuk vorbei.

"Wir hoffen, dass bei den Chefs durch die schlechte PR ein Umdenken stattfindet", erklärte die Gruppe im Internet, die auch Videos ihrer Aktionen online stellt. Dazu werden die Geschäfte mit Aufklebern zugepflastert, auf denen steht: "Dieser Laden hat einen Scheiß-Chef." Die Aktivisten betonten aber, dass alle Anschuldigungen streng überprüft würden, damit keine Unternehmer zu Unrecht bestraft werden.

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