Aktivisten stellen Plastik-Monster vor Konzern

Am Dienstag drapierten Klimaschutz-Aktivisten ein 20 Meter großes Monster aus Plastik-Abfall der Firma Nestlé vor dem Hauptsitz des Konzerns.
65 Aktivisten aus sieben Ländern, darunter auch Österreich, haben sich zusammengetan und am Dienstag ein 20 Meter großes Plastik-Monster vor den Hauptsitz des Konzerns Nestlé im Schweizer Vevey platziert.

Zuvor haben die Greenpeace-Mitglieder Verpackungen aus Wegwerfplastik der Firma Nestlé aus dem Meer gefischt oder an den Stränden der Philippinen aufgesammelt. Dann wurde der Abfall zu einem riesigen Plastik-Monster zusammengestückelt.

Einer der größten Plastikverschmutzer weltweit

"Nestlé produziert zwar in Europa, aber der Konzern hinterlässt seine Spuren bis in die Philippinen. Denn auch dort müllt Nestlé die Strände mit Wegwerfplastik zu", sagt der teilnehmende Wiener Micha Schwarzfurtner. "Ich will, dass der Konzern endlich Verantwortung übernimmt und Wegwerfplastik ein Ende setzt."

Der Konzern wurde kürzlich bei verschiedenen Sammelaktionen weltweit als einer der größten Plastikverschmutzer identifiziert. Im Vorjahr produzierte Nestlé 1,7 Millionen Tonnen Wegwerfplastik.

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"Scheinlösungen statt wirksame Maßnahmen"

Zwar habe der Konzern erkannt, dass sich die Welt in einer Plastikkrise befände, "doch setzt er weiterhin auf PR und Scheinlösungen statt auf konkrete und wirksame Maßnahmen", erklärt Nunu Kaller, Expertin für Konsumfragen bei Greenpeace Österreich.

"Wegwerfverpackungen eins zu eins mit anderen Materialien wie etwa Papier oder Bioplastik zu ersetzen, wird das Müllproblem nicht lösen. Hier braucht es ganz klar wiederverwendbare Mehrweg-Lösungen sowie eine signifikante Reduktion der Wegwerfverpackungen."

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(rfr)

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