Al-Quds-Tag machte Wiener City zur Sperrzone

Bild: Lisi Niesner
Der Protest pro-palästinenischer Demonstranten und die Gegenveranstaltung von Unterstützern Israels in Wien anlässlich des Al-Quds-Tages sind am Samstag laut Polizei friedlich verlaufen. Am Freitag hatte ein antisemitisches Posting auf der Facebook-Seite des Wiener Al-Quds-Marsches für Aufregung gesorgt, die Administratoren distanzierten sich davon, es sei unbefugt veröffentlicht worden.
Der Protest pro-palästinenischer Demonstranten und die Gegenveranstaltung von Unterstützern Israels in Wien anlässlich des Al-Quds-Tages sind am Samstag laut Polizei friedlich verlaufen. Am Freitag hatte ein antisemitisches Posting auf der Facebook-Seite des Wiener Al-Quds-Marsches für Aufregung gesorgt, die Administratoren distanzierten sich davon, es .

Etwa 300 Menschen marschierten über den Kohlmarkt zum Ballhausplatz, wo um 18 Uhr eine Schlusskundgebung mit etwa 200 Teilnehmern abgehalten wurde. Auf Fahnen und Transparenten wurde unter anderem die Vertreibungs Israels aus dem Gaza-Streifen gefordert.

Kritik an Route

Die von Koalition und Opposition kritisierte Demonstration sorgte bei Juden und Gegnern des Al-Quds-Tags auch deshalb für Aufregung, weil der Marsch nahe am Stadttempel vorbeiführte. Das kritisierte auch der Grüne Bundesrat Marco Schreuder, Sprecher der Gegendemo "Kein Al-Quds-Tag! Gemeinsam gegen Antisemitismus".

Er sprach außerdem das gestern veröffentlichte antisemitische Posting an und forderte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner auf, zu überprüfen, ob die Demonstration weiter zugelassen werden soll.

200 Gegendemonstranten

Die rund 200 Gegendemonstranten, darunter viele Angehörige des aus Israelitischer Kultusgemeinde, Grünen und Aktion gegen Antisemitismus bestehenden Bündnisses  "Stop the Bomb" trafen sich am Stock-im-Eisen-Platz vor dem Stephansdom.
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