Alarm! Käfer-Plagen treiben Landwirte in Ruin

Richard Hogl, Bernhard Ebner und Klaudia Tanner schlagen Alarm: Viele Landwirte stehen vor dem Ruin.
Richard Hogl, Bernhard Ebner und Klaudia Tanner schlagen Alarm: Viele Landwirte stehen vor dem Ruin.Bild: VPNÖ
In der nö. Landwirtschaft schrillen die Alarmglocken! Borken- und Rüsselkäfer fressen Felder kahl, es gibt große Ernteausfälle.

Große Verzweiflung bei den niederösterreichischen Landwirten! Derzeit leben besonders Rübenbauern und Waldbesitzer einen Albtraum, der den biblischen Plagen gleichkommt.

Rüssel- und Borkenkäfer fressen sich derzeit durch NÖ ("Heute" berichtete) und ruinieren sämtliche Felder und Wälder, die ihnen in die Quere kommen.

Waldviertel ohne Wald? Aus für Zucker aus NÖ?

Dramatische Worte dafür findet am Freitag Bauernbund-Chefin und Landtagsabgeordnete Klaudia Tanner (VP): "Viele Betriebe sind am Ende ihrer Leistungskraft und stehen vor dem Zusperren. Bereits ein Drittel der heimischen Rübenanbaufläche im Umfang von 10.000 Hektar wurde schon kahlgefressen. Es droht das Aus für den heimischen Zucker - und neben den bäuerlichen Existenzen steht auch der Verlust von 550 Arbeitsplätzen in den Zuckerfabriken Tulln und Leopoldsdorf auf dem Spiel. Es geht um viel: Das Aufgeben der heimischen Selbstversorgung mit Rübenzucker und die Abhängigkeit von Zuckerrohr aus Übersee stehen im Raum."

Und weiter: "Allein das Waldviertel ist durch einen hohen Anteil an Nadelbäumen und durch die vom Klimawandel bedingte Trockenheit und Dürre zum wahren Eldorado für den Borkenkäfer geworden. Es droht ein Waldviertel ohne Wald."

Falscher Zeitpunkt für Sparen

VPNÖ-Manager Bernhard Ebner, Klaudia Tanner und Landwirtschaftssprecher Richard Hogl nahmen am Freitag den Bund in die Pflicht. In derartigen Krisensituationen könne man die Sparmaßnahmen im Landwirtschaftsressort nicht hinnehmen.

Die Politiker fordern etwa die rasche Umsetzung der Novellierung des Ökostromgesetzes, um den Abtransport des Holzes aus dem Wald zu forcieren, die steuerliche Entlastung bei Betriebsmittelkosten wie in anderen EU-Ländern und die Attraktivierung der Risiko-Versicherungen für die bäuerlichen Betriebe durch Erhöhung der Prämien-Zuschüsse. Auch der Aufbau der überregionalen Wasserbereitstellung zur Bewässerung und Erstellung eines mittelfristigen Wasserversorgungskonzepts für Trockengebiete, sei dringend erforderlich.

(nit)

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