Viele Anzeigen wegen Schulschwänzern in Wels

Schulschwänzen kann künftig richtig teuer werden.
Schulschwänzen kann künftig richtig teuer werden.Bild: iStock
Diese Zahlen sind alarmierend! In Wels ist der Zahl der Anzeigen gegen Schulschwänzer in einem Jahr von drei auf 96 förmlich explodiert. In Linz sind es heuer bislang 231 Anzeigen.
Insgesamt 4.323 Kinder und Jugendliche besuchen derzeit die Welser Pflichtschulen. Der größte Teil (2.475) entfällt dabei auf die Volksschulen. Der Rest teilt sich auf die Neue Mittelschule (1.550), das integrative Schulzentrum (154) und die Polytechnische Schule (144) auf.

Ein Teil davon nimmt es mit der Schulpflicht aber nicht ganz so ernst. Denn wie eine Statistik zeigt, hagelte es im Schuljahr 2018/19 96 Anzeigen gegen Schulschwänzer.

Zum Vergleich: Im Jahr davor waren es gerade einmal drei Anzeigen. Grund dafür war die Novelle zum Schulpflichtgesetz, das erst im September 2018 getreten ist.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Davor kam es erst zu einer Verwaltungsübertretung, nachdem ein Fünf-Stufen-Plan (dieser bestand aus Gesprächsrunden aller Beteiligten) durchgeführt wurde.

Geldstrafe von bis zu 440 Euro



Nach ungerechtfertigtem Fernbleiben der Schüler von mehr als drei aufeinanderfolgenden Schultagen, besteht eben seit 1. September letzten Jahres Anzeigepflicht.

Je nach Schwere der Pflichtverletzung hebt die Bezirksverwaltungsbehörde eine Geldstrafe von bis zu 440 Euro. Wird die Strafe nicht bezahlt, kommt es zu Ersatzfreiheitsstrafe.

Wie die Stadt Wels in einer Aussendung mitteilt, kommt es trotzdem immer wieder vor, dass Kinder wenige Tage vor Ferienbeginn nicht mehr zur Schule kommen. Tendenz steigend.

"Das Recht auf Bildung ist eines der größten und wichtigsten Errungenschaften unserer Zeit. Bildung ist zudem eines unserer wesentlichsten Zukunftsthemen. Wer die Schulpflicht mit Füßen tritt, muss bestraft werden. Zukünftig haben die Eltern auf eigene Kosten dafür Sorge zu tragen, dass die Fehlstunden nachgeholt werden", mahnt Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ).

Pro Jahr sind 185 Tage unterrichtsfrei. Mit Erlaubnis der zuständigen Schulleitung, darf jeder Schüler pro Schuljahr fünf Tage dem Unterricht fern bleiben.

Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt Linz wurden im Jahr 2019 bis dato 231 Schulpflichtverletzungen angezeigt.

In ganz OÖ gab es im abgelaufenen Schuljahr 480 Anzeigen für Schulschwänzer. Das ist im Bundesländervergleich der zweithöchste Wert. Österreichweit waren es knapp 3.300 Strafmandate. Die meisten davon entfallen auf die Hauptstadt Wien (1.600).





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