Kanye Wests Europa-Tournee steht unter keinem guten Stern. Nach Einreiseverboten in Großbritannien folgten Absagen in Italien, Polen und der Schweiz. Nur Albanien hielt trotz des internationalen Drucks an dem Konzert fest.
Das Land ließ sogar ein mobiles Stadion mit Platz für 60.000 Zuschauer aufstellen. Doch der große Ansturm blieb aus: Statt der nötigen 40.000 wurden bis wenige Tage vor dem Event am 11. Juli nur rund 30.000 Karten verkauft.
Albaniens Premierminister Edi Rama soll laut Medienberichten nun tief in die Staatskasse greifen. "Wir haben 4 Millionen Euro bereitgestellt, um in letzter Minute ein Desaster zu verhindern und ganz Albanien davor zu bewahren, sich in den Augen von 25.000 ausländischen Besuchern aus 80 Ländern zu blamieren", rechtfertigte er die Nutzung von Steuergeldern.
Der Regierungschef argumentiert, das Event würde einen wirtschaftlichen Gesamteffekt von 100 Millionen Euro bringen. Die Opposition ist empört: Das Geld hätte man besser in Medikamente für die Bevölkerung investiert, statt es dem US-Rapper in die Tasche zu stecken.