Albertina-Chef malt düsteres Bild, falls 2-G-Plus kommt

Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder
Albertina-Direktor Klaus Albrecht SchröderPicturedesk
Kultureinrichtungen seien mit Lokalen nicht vergleichbar, so Museumsdirektor Schröder. 2-G-Plus-Pflicht käme einer Schließung gleich.

"Wir müssen das schwere Versäumnis der Regierung, im Sommer die Impfquote zu heben, jetzt durch einen Lockdown ausbaden", findet Klaus Albrecht Schröder, Direktor der weltberühmten Albertina, gegenüber der APA klare Worte. Er hoffe daher inständig, dass die "Bestrafung Geimpfter" nicht fortgeführt werde.

Andere Regeln für Lokale und Museen

Im Vorfeld der weiteren Beratungen zum Lockdown und anderer Corona-Maßnahmen am Mittwoch ("Heute" berichtete) fordert der Albertina-Chef die Öffnung von Kultureinrichtungen für Geimpfte und Genesene. Er weist darauf hin, dass Museen nicht mit Lokalen gleichzusetzen sind: "Ein Restaurant, das nicht klimatisiert ist, in dem ich rede und zum Essen notgedrungen die Maske abnehme, hat sicher ein anderes Risikoprofil als ein Museum, das vollklimatisiert ist und bei dessen Besuch ich durchgängig die Maske trage."

2-G-Plus käme einer Schließung gleich

Museen wären von einer möglichen 2-G-Plus-Regelung besonders getroffen. Kino- oder Theaterbesuche würden weit im Voraus geplant, ist Schröder überzeugt. "Aber man plant nicht im selben Ausmaß den Museumsbesuch. Die Idee, Museen nur mit 2-G und zusätzlich einem aktuellen Test zu öffnen, kommt einer Schließung gleich", warnt Schröder. Er verweist auf hohe Sicherheitsvorgaben sowie Vollklimatisierung in den Museen, in denen ja Maskenpflicht herrsche.

Und der Albertina-Direktor verlangt Entschädigungen vom Bund: "Diese zusätzliche Million, die uns durch schwere Versäumnisse von der Politik im Frühjahr und Sommer auferlegt worden sind, müssen wir kompensiert bekommen."

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