Digitalisierter Kunstschatz

Albertina macht Klimt-Werke online zugänglich

Die Albertina macht Werke von Klimt, Weiler und Pakosta digital zugänglich und fördert damit Forschung und internationalen Austausch.
Heute Entertainment
05.05.2026, 10:15
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die Forschung und der Umgang mit den Kunstwerken von Gustav Klimt, Max Weiler und Florentina Pakosta laufen oft im Hintergrund ab. Jetzt will die Albertina mit einer Online-Sammlung erstmals einen Schritt in Richtung mehr Offenheit machen. "Wir streben ein Museum ohne Wände an, das ist unsere Digitalisierungsstrategie", sagte Albertina-Generaldirektor Ralph Gleis bei einem Pressetermin. Somit sollen die Werke für alle leichter zugänglich werden.

Im Mittelpunkt der Präsentation standen die digitalisierten Werke von Gustav Klimt. Diese sind jetzt online abrufbar und wurden mit interaktiven Verknüpfungen sowie Infos zur Ausstellungsgeschichte und Literaturhinweisen ergänzt. Insgesamt sind rund 1.800 Zeichnungen von Klimt, die bis 1903 entstanden sind, im Netz zu sehen.

"Das Jahrhundertwerk, das Alice Strobl nach 20-jähriger Forschungsarbeit vorgelegt hat, ist natürlich die Grundlage des Online-Katalogs", so Chefkuratorin Elisabeth Dutz. Die Kunsthistorikerin Alice Strobl hat in den 1980er-Jahren ein vierbändiges Klimt-Werkverzeichnis erstellt, das nun als Basis dient.

"Ein Museum ist wie ein Eisberg, man sieht nur die Spitze und der Rest der Sammlung ist meistens unter der Wasseroberfläche", erklärte Gleis zur Albertina-Sammlung, die rund 1,8 Millionen Werke umfasst. Die Frage der Zugänglichkeit stellt sich immer wieder. Die Albertina sucht laufend nach neuen Wegen, um mit der Welt in Kontakt zu treten – auch abseits des realen Museumsgebäudes.

Die Albertina sieht sich als zentralen Treffpunkt für die internationale Forschung, besonders zu Gustav Klimt. In Zukunft soll auch künstliche Intelligenz bei der Arbeit helfen. Das neue digitale Werkverzeichnis der 1933 geborenen Wiener Künstlerin Florentina Pakosta bietet online einen ersten Überblick über ihr ganzes Schaffen – mit rund 3.000 Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälden.

Schon 2015 hat die Albertina das digitale Werkverzeichnis der Papierarbeiten von Max Weiler (1910-2001) veröffentlicht. Dieses große wissenschaftliche Projekt wird jetzt technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Die Online-Sammlung soll auch den internationalen wissenschaftlichen Austausch fördern. Deshalb arbeitet man an mehrsprachigen Versionen der Werkverzeichnisse. Gerade digitalisiert werden außerdem die druckgrafischen Werke von Arnulf Rainer und Alex Katz. Gleis: "Wir leben in einer hybriden Welt, und mit der Online-Sammlung sind wir sicher, dass wir guter Dinge in die Zukunft starten."

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.05.2026, 10:15
Jetzt E-Paper lesen