Als am Donnerstag die große Joan Miro (1893-1983) Retrospektive eröffnet wurde, war sogar der Enkel des Künstlers in der Albertina anwesend. Rund 100 Werke werden gezeigt, "Heute.at" hat als Vorgeschmack die besten Werke in einer großen Foto-Show.
Als am Donnerstag die große Joan Miro (1893-1983) Retrospektive eröffnet wurde, war sogar der Enkel des Künstlers in der Albertina anwesend. Rund 100 Werke werden gezeigt, "Heute.at" hat als Vorgeschmack die besten Werke in einer großen Foto-Show.
Miro sei nicht nur ein großer Erneuerer der Kunst des 20. Jahrhunderts gewesen, erläuterte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder, sondern sei auch zum Symbol für die Einheit Spaniens geworden. Er habe sich zwar immer als Katalane verstanden, aber auch mehrfach den spanischen König bei sich empfangen. Die Ausstellungseröffnung mit spanischen Würdenträgern bekommt am Nationalfeiertag Kataloniens angesichts von neuerlichen Sezessionsbestrebungen der Region (in Barcelona gingen am Donnerstag ) somit eine "merkwürdig politische Bedeutung", so Schröder.
Frauen, Frauen, Frauen
Frauen vor dem Mond, vor der Sonne und vor Sternschnuppen, Frauen bei Sonnenaufgang und in der Nacht, Frauen als Aufbegehrende, Badende und von der Flucht Träumende, Frauen mit Vogel oder von Vögeln umringt - kaum einer der Miro-Räume kommt ohne das zentrale Motiv auf Gemälden, in Zeichnungen und als Plastiken aus
Vom Impressionismus bis zum kindlich-naiven
In der Albertina sind die Bilder chronologisch angeordnet - von den noch impressionistisch beeinflussten Landschaftsbildern Anfang der 1920er über den immer stärkeren Einfluss der Dadaisten und Surrealisten in Paris, der zu einem grundlegenden Stilwechsel führte, bis zum ersten Auftauchen von kindlich-naiv anmutenden Zeichnungen, die in eine ganz persönliche Bildsprache mit immer wiederkehrenden Symbolen mündeten: Vögel, Insekten, Himmelskörper - und immer wieder Frauen.
Die Werkschau zu Joan Miro läuft bis 11. Jänner 2015 und umfasst rund 100 Gemälde, Papierarbeiten und Objekte, die meisten davon Leihgaben aus großen Häusern von London über New York bis Paris. Die Albertina selbst besitzt drei Hauptwerke des Künstlers.
"Miro. Von der Erde zum Himmel"
in der Albertina
Albertinaplatz 1
1010 Wien
12. September 2014 bis 11. Jänner 2015
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