Aldi verlangt jetzt 1 Cent für Obst-Plastiksackerl

Einen "symbolischen Cent" müssen Kunden ab sofort in deutschen Aldi-Supermärkten für dünne Obst-Plastiksackerl bezahlen.
Aldi Nord und Aldi Süd in Deutschland – die Muttergesellschaft von Hofer in Österreich – reagieren auf Kritik an zuviel Plastikverpackungen in ihren Supermärkten. Künftig sollen die dünnen Plastiksackerl am Obststand dort einen Cent kosten. Bis 2022 sollen zudem alle Eigenmarken-Verpackungen recyclingfähig sein, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ).

Bisher bieten große Lebensmittelhändler die dünnen Kunststoffsackerl in ihren Obst- und Gemüseabteilungen kostenlos an. Seit Plastiksackerl allerdings teurer geworden sind, weichen viele Kunden einfach auf die kostenlosen, dünnen Beutel aus.



CommentCreated with Sketch.29 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Hofer hat in Österreich eigene Pläne

Die Supermarktkette Real will ebenfalls etwas gegen den Plastikmüll tun und hat angekündigt, dass sie die durchsichtigen Sackerl bis 2020 durch Papier ersetzen will.

Die Discounter-Kette Hofer, die zur Unternehmensgruppe Aldi Süd gehört, hat in Österreich andere Pläne, wie "Heute.at" auf Anfrage mitgeteilt wurde. Hier will man als Alternative ab Juli in allen Filialen kompostierbare Plastiksackerl für 3 Cent pro Stück anbieten.

Als Vorbild dient eine Vorschrift in Italien. Dort müssen Supermarkt-Kunden seit Anfang 2018 einen bis drei Cent Gebühr pro Plastik-Obstsackerl zahlen. Das hilft offenbar – als Aldi vor Kurzem den Preis für Einkaufssackerl an der Kasse von zehn auf 20 Cent verdoppelte, ist die Nachfrage zurückgegangen, berichtet der Discounter.

(hos)

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