Alen R. kam im dunklen Anzug mit zwei Kruzifixen

Das OLG Wien bestätigte am Dienstag die Höchststrafe für den Grazer Amokfahrer. War er bei Prozessauftakt noch ganz in Weiß, erschien er diesmal in Schwarz.

Dreifacher Mord und 108-facher Mordversuch - so lautete der rechtskräftige Schuldspruch gegen Alen R., der 2015 mit einem SUV durch die Grazer Innenstadt gerast war. Das Oberlandesgericht (OLG) in Wien bestätigte am Dienstag die Höchststrafe.

Beim Auftakt des erstinstanzlichen Prozess in Graz war der 28-Jährige noch ganz in Weiß gekleidet vor Gericht erschienen. Er könne sich an nichts erinnern, sagte er damals aus.

In Schwarz mit Kruzifix

An dieser Aussage hielt Alen R. auch vor dem Senat des OLG am Dienstag in Wien fest. Zur Verhandlung erschien er diesmal jedoch nicht mehr in Weiß sondern in einem schwarzen Anzug. Außerdem trug er gleich zwei Kruzifixe um den Hals gehängt.

Der Vorsitzende Christian Dostal nahm in seiner Urteilsbegründung Bezug auf die Kette: "Wenn Sie dieses Kreuz, das Sie um Ihren Hals tragen, ernst meinen, werden Sie sehr lange Zeit damit beschäftigt sein, Ihre Schuld zu büßen."

Es handle sich um "einen geplanten Massenmord, der hier stattfinden sollte", sagte der Richter. Für so eine Wahnsinnstat könne es nur lebenslange Haft geben.

"Tut mir furchtbar leid"

"Es tut mir furchtbar leid", beteuerte der Verurteilte. An seine Tat erinnern könne er sich jedoch nach wie vor nicht, sagte Alen R. vor Gericht.

(hos)

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Wiener WohnenLPD SteiermarkSabine MordAmoklauf

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