Wiener trotzt Hai-Attacke, bucht nächsten Tauchgang

Kurz vor Ende eines spektakulären Tauchtrips im Roten Meer, wurde Alexander Kränkl von einem Hai attackiert. Im Video-Interview erzählt er von der blutigen Begegnung.

Diese Begegnung wird Alexander Kränkl (51), Geschäftsführer des Wiener Startups "Lineapp", so schnell nicht wieder vergessen. Bei einem Tauchgang mit Schwager und Freunden im Juni 2018 wurde der Österreicher im Roten Meer vor den Brother Islands von einem Weißspitzen-Hochseehai (siehe Box) attackiert.

"Wusste nicht wie mir geschah"

"Ich war extrem aufgeregt, weil ich noch nie einen Hai so nah vor meine Kamera bekommen habe", erzählt Schwager Georg Arnold, der die Attacke mit seiner GoPro mitfilmte (siehe Video oben), gegenüber "Barcroft Animals". Beim Rückweg zum Boot sei der Hai mehrmals vorbeigeschwommen und dabei immer näher gekommen. "Da habe ich begonnen, mich unwohl zu fühlen. Er war weniger als zwei Meter entfernt", erinnert sich Arnold.

Kränkl schwamm gerade zur Sicherungsleine des Bootes, als der Hai zum Angriff überging. "Im selben Moment, in dem ich die Leine gepackt hatte, spürte ich einen harten Schock in meinem rechten Bein", schildert der Wiener Unternehmer: "Ich wusste nicht wie mir geschah. Ich sah nach unten und entdeckte einen großen Hai, der gerade von meinem Bein wegschwamm."

"Sah das Blut aus meinem Bein fließen"

Innerhalb von Sekunden erreichte er die Oberfläche und alarmierte die Bootsbesatzung. Obwohl Kränkl mit einer vergleichsweise glimpflichen Wunde davon kam, waren die Schmerzen enorm: "Im ersten Moment war es ein Schock. Ich sah das Blut aus meinem Bein fließen und war in Panik."

Der Weißspitzen-Hochseehai (Carcharhinus longimanus) gehört zu den größten Haien der Welt und wird als für den Menschen gefährlich eingestuft. Es gibt bereits eine ganze Reihe von dokumentierten Angriffen durch den Meeresräuber.

Sofort wurden der Schwager, Sohn und Freunde aus dem Wasser geholt. "Ich weinte, bitte bringt sie nach oben", erinnert sich der Österreicher. "Wir haben in einigen Filmen gesehen, wozu Haie fähig sind, sobald sie Blut riechen."

Nächster Tauchtrip bereits gebucht

Die Bisswunde musste noch am Boot mit rund fünfzig Stichen genäht werden – der nächste Hafen befand sich 120 Kilometer entfernt. Die Narben trägt der 51-Jährige heute noch.

Obwohl er weiß, dass er bei seiner Begegnung mit dem Hai sehr viel Glück hatte, denkt der passionierte Taucher nicht daran, mit seinem Hobby aufzuhören. Für 2019 hat er schon einen neuen Tauchtrip gebucht. "Fragt nicht meine Frau, sie ist nicht so glücklich darüber", scherzt er. Kränkl ist sich sicher: "So etwas passiert einem nur einmal im Leben." Nachsatz: "Hoffentlich."

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(rcp)

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