Van der Bellen gedachte der Opfer des Holocaust

Bundespräsident Alexander Van der Bellen betonte beim Staatsbesuch in Israel Österreichs Mitverantwortung für die Shoah.
In der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem verbeugte sich Van der Bellen vor den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus und legte zum Gedenken einen Kranz nieder. Viele Österreicher seien unter den Tätern gewesen. "Darum verbeugen wir uns in Demut vor den Opfern. Zu dieser Mitverantwortung hat sich Österreich erst spät, sehr spät bekannt. Das hat unser Verhältnis lange schwierig gemacht", erklärte Van der Bellen.

Er betonte außerdem, dass ihm der Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus schon immer ein starkes Anliegen gewesen sei. Es dürfe keine Toleranz gegenüber Antisemitismus geben. "Israel muss in Frieden leben können. Das ist in Österreich Konsens und ein nationales Anliegen."

Israel hält an Boykott fest

Van der Bellen sprach auch den Boykott der israelitischen Regierung von FPÖ-Ministern an – ohne Erfolg. Israel wird daran weiterhin festhalten, wie der Bundespräsident nach seinem Arbeitsgespräch mit Staatspräsident Rivlin mitteilte. Begründet wird der Schritt mit den "antisemitischen Wurzeln" der FPÖ.

Israel wird am 9. April ein neues Parlament wählen. Bis dahin wird es garantiert keine Zugeständnisse gegenüber den Freiheitlichen geben, erklärte Rivlin.

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Am Dienstag besucht Van der Bellen die orthodoxe Gemeinde Kyriat Mattersdorf in Jerusalem, danach steht eine Visite in Ramallah bei Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am Programm. Van der Bellen Staatsvisite geht am Donnerstag zu Ende. (ek)

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